Hockenheim

Gemeinderat Forstbetriebsplan weist Minus von 52 000 Euro aus

Rote Zahlen im Wald für Aufforstung

Archivartikel

In diesen dürren Zeiten ist der Stadtwald eindeutig ein Zuschussgeschäft. Das nahm der Gemeinderat bei der Verabschiedung des Betriebsplans für das kommende Jahr zur Kenntnis. Demnach stehen Einnahmen von 7000 Euro Ausgaben von fast 59 000 Euro gegenüber. Das liegt, erläuterte der scheidende Forstrevierleiter Andreas Kolb, zum einen an höheren Verwaltungskosten durch die Forstneuorganisation, vor allem aber an der Aufforstung von Stadtwaldflächen, die der Gemeinderat bei der Verabschiedung der Forsteinrichtungserneuerung 2019-2028 beschlossen hat.

Der Aufwand für den halben Hektar Aufforstungsfläche ist groß, und es gebe keine Garantie, dass die Kultur groß wird, räumte Kolb auf Nachfrage ein: „Wir sind in einer Experimentierphase, wir wissen nicht, was der Maikäfer macht.“ Wäre er sicher gewesen, hätte er für eine zehn Hektar große Kultur plädiert, sagte der Förster. Der Kampf gegen das von Maikäfer und Trockenheit ausgelöste Waldsterben werde „gesellschaftlich eine richtig große Aufgabe“ werden.

Auf der Einnahmenseite kann die Stadt keine großen Sprünge machen, da der Großteil der 500 Festmeter „ins Hacken geht“. Es gehe mehr darum, es aus dem Wald wegzubekommen als ein Geschäft zu machen. Kolbs Nachfolger Gunter Glasbrenner kündigte an: „Es kommt viel auf uns zu.“ mm

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