Hockenheim

Vereinsleben Mitgründer will im 78. Lebensjahr Verantwortung in jüngere Hände legen / Mitgliederzahl auf über 1600 gewachsen / Große Servicenachfrage

Rudolf Berger gibt Vorsitz von Haus & Grund ab

Archivartikel

Die Mitglieder der Eigentümerschutzgemeinschaft Haus & Grund erhalten zum Jahresende einen Newsletter mit einem Rückblick, der meist auch einen Ausblick auf die Aktivitäten des kommenden Jahres beinhaltet. Corona-bedingt fiel die aktuelle Ausgabe anders aus: Veranstaltungen konnten so gut wie keine umgesetzt werden, und Planungen sind zum jetzigen Zeitpunkt genauso wenig möglich, gibt der Verein in einer Pressemeldung bekannt. Doch eine wichtige Personalie kündigt er dennoch an: Vorsitzender Rudolf Berger will sein Amt abgeben.

Trotz aller Einschränkungen verzeichnete Haus & Grund deutlich mehr als 100 Neueintritte, sodass die Mitgliederzahl jetzt auf über 1600 gewachsen ist. Zurückzuführen sei das zum einen auf die gute Begleitung und Betreuung der Mitglieder während der ersten Corona-Welle im Frühjahr, wo sich infolge des gesetzlich verfügten dreimonatigen Zahlungsmoratoriums für Mieter die Fragen der Vermieter geradezu türmten.

Zum anderen aber auch die außergewöhnlich hohen Beitrittserklärungen anlässlich des „Schwetzinger Immobilientags“, der – aus der Not geboren – virtuell abgehalten werden musste und gleichwohl zu einem Riesenerfolg wurde. Auch die aufgrund der hohen Nachfrage zum Thema Betriebskostenabrechnung mehrfach wiederholten Praxisseminare sowie die laufende Fortentwicklung des „MietpreisChecks“ und des „VermieterService“ waren Erfolgsgaranten für die Bilanz des Vereins.

Eine wichtige Veränderung in der Vereinsführung enthielt die Botschaft an die Mitglieder: Vorsitzender Rudolf Berger (Bild) ließ sie wissen, dass er zum Jahresende aus Altersgründen sein Amt zurückgebe. Er stehe im 78. Lebensjahr und der innere Ruf, die Verantwortung in jüngere Hände zu übergeben, sei immer spürbarer geworden.

Vor 32 Jahren habe er gemeinsam mit sechs weiteren Anhängern der „Haus & Grund-Idee“ den Verein ins Leben gerufen und es sei ihm vergönnt gewesen, im Lauf dieser Jahrzehnte großartige Erfolge zu feiern – bis heute.

Mehrfach „Verein des Jahres“

Sowohl im vergangenen als auch im Jahr zuvor Jahr sei der Verein unter den landesweit 48 des Landes aufgrund seiner außerordentlich guten Mitgliederentwicklung vom Landesverband als „Verein des Jahres“ ausgezeichnet worden. Aufgrund der aktuellen Zahlen bestünden realistische Aussichten auf diese Auszeichnung für 2020.

Ohne die vielfältige Unterstützung der Mitglieder und aller früheren und jetzigen Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter wäre die Entwicklung des Vereins nicht möglich gewesen. Dankbarkeit, aber auch ein gewisser Stolz auf das gemeinsam Geleistete – so lasse sich seine Gemütslage im Zeichen dieses Abschieds beschreiben, heißt es in der Mitteilung. Das Vertrauen der Mitglieder über einen so langen Zeitraum betrachte Berger als eines der größten Geschenke in seinem Leben.

Bis zur Wahl eines neuen Vorsitzenden wisse er den Verein beim zweiten Vorsitzenden Wolfgang Reineke und seinen Vorstandskollegen in besten Händen. zg

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