Hockenheim

Lokale Agenda 21 Bei öffentlichem Gruppensprecher-Treffen in Karlsruher Straße Projekte vorgestellt

Schaugarten soll am Kraichbach entstehen

„Nah am Wasser gebaut“ könnte ein Qualitätszeichen werden für die Erzeugnisse, die ab kommendem Jahr in einem Schaugarten auf dem Gelände des Hochwasserschutz- und Ökologieprojekts (HÖP) Kraichbach wachsen werden. Bei der öffentlichen Sitzung des Agendarats der Lokalen Agenda 21 („Pro-Agenda“), passenderweise in der Nähe der Kraichbachbrücke, informierte Agendabeauftragte Elke Schollenberger über das Projekt, das im Technischen Ausschuss befürwortet wurde.

„Wenn wir wollen, bekommen wir den Garten und ein Budget“, berichtete Schollenberger. Klar sei aber, dass weder die Lokale Agenda noch die Umweltverbände BUND oder Nabu den Garten selbst bewirtschaften können. „Wir brauchen Menschen, die das interessiert“, kündigte sie vor den Sprechern der Agendagruppen an.

Anregung für Hobbygärtner

Das Konzept sei sehr flexibel, soll aber einen Schaucharakter haben, was Interessierte in ihrem eigenen Garten anbauen können – natürlich unter den Gesichtspunkten nachhaltig und ökologisch.

Der rund 375 Quadratmeter große Garten wird eingezäunt und soll dort angelegt werden, wo der alte Weg über den Kraichbach führte. Die Lokale Agenda 21 will einen Workshop zum Thema anbieten, wenn es konkreter wird.

Für das HÖP war das Agendabüro beim Tag der offenen Baustelle Ende Juni aktiv. Elke Schollenberger sprach von einem guten Besuch in Anbetracht der Hitze. Die Bachbewohner, die sie in Gläsern als Anschauungsobjekte an den Stand mitbrachte – Kaulquappen und Käfer – hätten sich als die beliebtesten Fotomotive erwiesen.

Aktion zum „Welterschöpfungstag“

Als nächsten öffentlichen Auftritt hat sich die Lokale Agenda 21 den „Welterschöpfungstag“ vorgenommen. Der Tag, den die Umweltorganisation „Global Footprint Network“ ausgerufen hat, markiert das Datum eines Jahres, an dem die menschliche Nachfrage an natürlichen Ressourcen das Angebot und die Kapazität der Erde zur Reproduktion dieser Ressourcen im selben Jahr übersteigt. Der Tag, auch „Erdüberlastungstag“ genannt, wurde 2018 auf den 2. August berechnet. Bis Anfang der 1990er Jahre hatte er noch im Dezember gelegen, berichtete Elke Schollenberger.

Die Aktion soll am Samstag, 4. August, von 10 Uhr bis 12 Uhr am Einkaufszentrum Globus (dessen Name der Kampagne durchaus angemessen ist, bemerkte die Agendabeauftragte), durchgeführt werden. Globus-Geschäftsleiter Michael Noé habe bereits seine Zusage gegeben. Zuvor steht ein weiteres „Pro-Agenda“-Vorbereitungstreffen an.

Mit einer größeren Delegation will Elke Schollenberger im Oktober zum nächsten Termin aus der Reihe „Nachhaltig fürs Leben“ nach Stuttgart fahren. Das Thema der Veranstaltung unter der Regie des Umweltministeriums laute „Welches Wachstum wollen wir?“

Am 28. Juli steht ein internationales Frühstück auf dem Programm. Wie Inge Schwenninger von der Interkulturellen Gruppe mitteilte, findet es diesmal privat im Garten einer Familie statt. Im Herbst soll auch ein interkultureller Kochabend stattfinden, außerdem sei gerade ein Kochbuch am Entstehen.

Gisela Späth berichtete für die Gruppe Kunst-Aktions-Programm, dass noch mindestens 250 Stromkästen in der Stadt für eine Verschönerung zur Verfügung stehen, 56 seien bislang bemalt.

Rennauto- und Raketenbau

Die Gruppe Erneuerbare Energie bringt ihr Wissen beim Gauß-Gymnasium ein, wo mit 54 Schülern der naturwissenschaftlichen Klassen Rennauto- und Rennbootmodelle gebastelt werden. Bei der Gruppe Begegnung Jung bis Alt werden am 21. Juli Raketen gebaut, kündigte Bruno Jahn an – allerdings mit weniger ausgefeilter Technik, sondern mit einfachen PET-Flaschen als Antrieb.

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