Hockenheim

Gauß-Gymnasium Zehnter Bandabend begeistert mit vier Formationen in der Aula / Schüler begeistern mit heftigem Groove / Bowie-Motiv versteigert

Schüler erweisen Musiklegenden die Ehre

Von lateinamerikanische Rhythmen über eine gehörige Portion Rhythm and Blues bis zu Klassikern des Rock und Pop wurde dem Publikum des Bandabends in der Aula des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums eine kurzweilige musikalische Show geboten. In lockerer Atmosphäre hatten die Concert Band, die Big Band, die Schüler- sowie die Lehrerband Gelegenheit, zum zehnten Jubiläum der Veranstaltung ihr Können vor Familie, Freunden und Ehemaligen zu präsentieren.

Die Versteigerung des Bandmotivs durfte nicht fehlen, dieses Mal mit neuem Auslosungsverfahren. Ganz klassisch konnte für 2 Euro ein Los erstanden werden, und gegen Ende des Abends entschied die Ziehung über den Gewinner. „Wir sind einstimmig der Meinung, dass David Bowie in diesem Jahr das beste Motiv bisher ist“, verkündete Musiklehrer Matthias Mayer zu Beginn und betonte, dass die Einnahmen aus der Verlosung dem Musikbereich zugutekommen.

Heiße Rhythmen zum Auftakt

Unter der Leitung von Mayer und seinem Kollegen Gerd Weber sorgte die Concert Band zum Einstieg mit heißen Rhythmen für Stimmung. „Carneval de Brazil“ von Michael Story folgte auf den Opener „Let’s get loud“ von Jennifer Lopez. Der „Time Warp“ aus dem Musical „Rocky Horror Picture Show“ und „Everybody needs somebody“ von den Blues Brothers erinnerten an Highlights der Musikfilmgeschichte.

Danach übernahm die Big Band die Bühne und legte mit „Smooth“ von Carlos Santana direkt einen anspruchsvollen Auftakt hin, bei dem die Solisten an Gitarre, Alt- und Tenor-Saxofon, Trompete und Klavier ihr Können bewiesen. Weiter ging es mit Santanas Klassiker „Black magic woman“.

Sieben Musiker verabschiedet

Von gleich sieben Musikern der Concert Band und Big Band mussten sich Mayer und Weber an diesem Abend verabschieden, die mit dem Abitur die Schule verlassen. Ein besonderer Dank der beiden Musiklehrer ging an Vincent Kilian, der für seine außergewöhnlich lange Mitwirkung in beiden Bands ausgezeichnet wurde: über seine gesamte Schulzeit von acht Jahren am Gymnasium. Dafür überreichte Matthias Mayer dem Tenor-Saxofonisten und Klarinettisten eine kleine Trophäe. In der Zugabe „Area 51“ verewigte sich der Abiturient dann noch mit einer Soloeinlage auf dem Saxofon.

Weiter ging es mit der Schülerband, die ihrer Ankündigung als „heftig groovende“ Formation alle Ehre machte. Albulena Salihu überzeugte durch ihre außergewöhnliche Stimme, mit der sie Songs wie „Superstition“ von Stevie Wonder, „Don’t stop ’til you get enough“ von Michael Jackson oder „Respect“ von Aretha Franklin sang.

Chorprojekt angekündigt

Gemeinsam mit Melanie Bayer am Klavier, Ruben Seitz und Noah Mitsch an den Saxofonen und Jonas Eont am Schlagzeug. Begleitet wurden die Jugendlichen von ihrer Lehrerin Charlene Holzgreve am Klavier, die auch die Ansagen übernahm.

Die nächste Umbaupause nutzte Bernhard Sommer dafür, die Werbetrommel für ein neues Chroprojekt zu rühren: Am 17. September starten die Proben für eine Aufführung von Mozarts Requiem, die ein halbes Jahr später, am 20. März 2020, stattfinden soll. Zur Mitwirkung eingeladen sind ehemalige Schüler, Lehrer sowie aktuelle und ehemalige Eltern und wer sich sonst dem Gauß-Gymnasium verbunden fühlt.

Den Höhepunkt des Abends setzte schließlich die Lehrerband mit einer gelungenen Mischung aus Pop- und Rock-Nummern. Nach den ersten Liedern, darunter „Valerie“ von Amy Winehouse und „Ironic“ von Alanis Morissette, folgte eine Danksagung an die Technik-AG sowie Lehrer Sascha Birkenstock, die den technischen Rahmen für den Abend geschaffen hatten.

Dann war es so weit: Das Bandmotiv fand seinen neuen Besitzer. In diesem Jahr hatte Lehrerin Bianca Marschall das Konterfei des vor drei Jahren verstorbenen Sängers David Bowie ausgewählt. Die Rolle der Losfee übernahm Schulleiterin Anja Kaiser und überraschte den bisher jüngsten Gewinner des Bandmotivs mit dem Hauptpreis. Das Werk hängt in Zukunft wohl im Kinderzimmer des siebenjährigen Nikolai Prahl.

Zum Finale gibt’s kein Halten

Weiter mit Bowie ging es dann passenderweise auch musikalisch, denn die Lehrer hatten mit „Space oddity“ auch einen Song der Musiklegende im Gepäck. Doch damit nicht genug, bei „Shut up and dance“ von „Walk the moon“ hielt es schließlich einige Schüler nicht mehr auf den Plätzen und die Tanzfläche vor der Bühne wurde geentert. zg

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