Hockenheim

Fraktionsanfragen Trotz Aquadromschließung Angebote gefordert

Schwimmunterrichtist unverzichtbar

Die vom Werkausschuss getroffene Entscheidung, das Freizeitbad Aquadrom geschlossen zu lassen, fiel keinem der Beteiligten leicht und hallt auch beim Gemeinderat nach. Der abschließende Block der Anfragen aus dem Gremium wurde mit dem Thema eröffnet.

Florian Altenberger (FWV) erinnerte daran, dass der Anteil der Kinder, die nicht schwimmen können, stetig wachse. Durch die Badschließung wichen die Menschen an Seen, oft ohne Aufsicht, aus. Altenberg sah eine Vernachlässigung in der fehlenden Möglichkeit, den Kindern im Bad das Schwimmen zu lehren.

Dem hielt Oberbürgermeister Marcus Zeitler entgegen, dass das Lehrschwimmbecken geöffnet bleibe und dort Schwimmunterricht möglich sei. Und fügte hinzu, vielleicht seien beim Thema Schwimmunterricht auch die Eltern in der Verantwortung. Die Entscheidung, das Bad unter den Corona-bedingten Einschränkungen zuzulassen, werde in den sozialen Medien zu mehr als 90 Prozent mitgetragen. Die Verwaltung werde die Schließzeit nutzen, um das Bad für die Wiedereröffnung noch attraktiver zu gestalten: „Der Beschluss war hart, aber richtig“, sagte Zeitler.

Quartalsbericht über Wirtschaft?

Jochen Vetter (FWV) vermisste Informationen, wie es mit der Wirtschaftsförderung in der Stadt weitergehe, insbesondere mit der geplanten Erweiterung des Gewerbegebiets. Ob es möglich sei, einen Quartalsbericht aufzulegen, wollte er wissen. Gleichzeitig fragte er nach, warum die Wohngeldstelle der Stadtverwaltung längere Zeit geschlossen blieb.

Die Erweiterung des Gewerbegebiets müsse erst noch im Rat beschlossen werden, erwiderte der OB, der angesichts der erforderlichen Verfahrensschritte von einem Zeitraum bis drei Jahren ausgeht, bis das Gebiet spruchreif sei. Die Schließung der Wohngeldstelle sei einem Urlaub und einem Krankheitsfall geschuldet – „wir sind schwach besetzt“, bedauerte Zeitler.

Zur falschen Zeit gemäht?

Fritz Rösch (CDU) kritisierte Mäharbeiten an den Dämmen des HÖP-Geländes. Ob man nicht zwei, drei Monate hätte warten können, um den Insekten ihre Nahrungsgrundlage zu lassen? Die Arbeiten seien in der Regie des Regierungspräsidiums erfolgt, antwortete Christian Engel vom Fachbereich Bauen und Wohnen. Auch Diana Rizzo (FWV) kritisierte die Mähaktion. Besser wäre es gewesen, erst die eine Seite zu mähen und die andere später.

Adolf Härdle (Grüne) wollte wissen, ob die Öffnungszeiten der Kindergärten nach Ende der Schließzeit mit dem Elternbeirat abgestimmt seien. Er sei jederzeit zum Gespräch mit dem Elternbeirat bereit, betonte Zeitler, für die Öffnung seien für ihn jedoch die Fachleute vor Ort entscheidend – und dies sei das Personal der Kindertagesstätten.

Ganz klar sei: Ein normaler Regelbetrieb sei nicht möglich, dafür seien zu viele der Beschäftigten Angehörige von Risikogruppen – „und wir haben keine zehn oder 15 Springer“. Wie die Öffnung umgesetzt werde, werde vor Ort entschieden und da habe man in den Hockenheimer Einrichtungen einen Schwerpunkt auf die Schulanfänger gelegt, wie andere Gemeinden auch. aw

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