Hockenheim

So kann es weitergehen

Matthias Mühleisen hält den Auftakt ins Jubiläum für vielversprechend

So viel kann man in zwei Stunden lernen: Der Sorge des Ratbert um sein Seelenheil haben wir zu verdanken, dass wir das ganze Jahr Hockenheims 1250. Geburtstag feiern dürfen, und Dieter Gummer macht sich nicht nur Gedanken, wie die Stadt nach vorne gebracht werden kann, sondern auch, wie er sich ab September in seinem neuen Wirkungsbereich, nämlich zuhause, wird behaupten können.

Der Neujahrsempfang zum Start ins Jubiläumsjahr ist dem Anspruch gerecht geworden, mit Elan und neuen Ideen Profil zu zeigen, Traditionen zu pflegen, sich aber auch innovativ zu zeigen. Das hat schon mit der Videoeinspielung begonnen, in der die Stadtkapelle zuerst auf der Leinwand Gustav Holsts „Jupiter-Hymne“ intonierte, um dann nahtlos live zu übernehmen.

Die Idee, auf die erste urkundliche Erwähnung durch ein Historienspiel statt mit Worten und Zahlen einzugehen, erwies sich als gelungene Vermittlung. Mit genau der richtigen Mischung von Text, Gesang und Spiel setzten Chor und Theater-AG des Gauß-Gymnasiums die Vorlage von Alfred Rupp höchst wirkungsvoll um. So hat jeder im Saal verstanden, wie dieser für die Stadt so wichtige Eintrag im Lorscher Codex zustande gekommen sein könnte.

Eine „Hockenheim-Hymne“ wertet einen solchen Abend natürlich enorm auf – die Ehemaligenband des Gauß-Gymnasiums riss mit dem von Conny Conrad ersonnenen Popsong die Zuhörer mit. Dass Alfred Rupp mit seiner eigenen Strophe auf die Jubiläumsstadt das Badnerlied aufhübscht, ist das i-Tüpfelchen gewesen.

Minister Guido Wolf fügte sich mühelos ins aufgelockerte Bild ein, nahm gekonnt die Bälle auf, die Steinbeißer und Gummer gespielt hatten, und fand die Balance zwischen Heiterkeit und ernstem Appell für Europa. So kann er gerne weitergehen!

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