Hockenheim

Blick ins Atelier Hermann Ullrich lädt in seine Werkstatt ein / Doris Bernhard-Matzke, Claudia Rippl, Margrit Schwinn und Emi Hauck stellen ebenfalls dort aus

Sommerkunst – inspiriert von Pink Floyd

Archivartikel

Manche wähnen die legendäre Musikgruppe Pink Floyd als die größten ihrer Zunft im Universum. Ob dies der Grund ist, warum Doris Bernhard-Matzke bei der diesjährigen Sommerkunst die ersten Bilder ihres neuen Zyklus’ „Pink Floyd – gemalte Musik“ in unmittelbarer Nähe zu Hermann Ullrichs nach Planeten, Monden und Meteoriten benannten Holzobjekten zeigt, bleibt vorerst ungeklärt, heißt es in einer Pressemitteilung des Veranstalters.

Wer die Künstler selbst danach fragen will, hat dazu am Sonntag, 7. Juli, die Gelegenheit. Dann treffen sich die Kunstinteressierten aus der Metropolregion Rhein-Neckar in Werkstatt und Garten von Hermann Ullrich in der Schützenstraße 22 in Hockenheim zur Sommerkunst. Die Ausstellung ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Im Mittelpunkt der ausgestellten Werke von Hermann Ullrich steht in diesem Jahr das Universum. Zwar kommt das Material, mit dem er arbeitet, aus den heimischen Wäldern, aber die Objekte, die er mit seinem untrüglichen Gefühl für Ästhetik, Strukturalität und Formgebung daraus schafft, erinnern an Himmelskörper in fremden Welten. Sie heißen deshalb Jupiter, Calypso oder Tunguska. Neben diesen Hohlformen zeigt Ullrich einen Ausschnitt seines Werkes, das den Werkstoff Holz in neue Dimensionen transformiert.

Ausdrucksfarbe Rot

Neben der gemalten Musik von Pink Floyd widmet sich die Hockenheimer Malerin Doris Bernhard-Matzke bei der diesjährigen Sommerkunst ihrer Lieblingsfarbe, dem ausdrucksstarken Rot. Dieses bringt sie in all seinen Nuancen, expressiv, intensiv, impulsiv, als Sinnbild archaischer Energien wie Leidenschaft oder auch Zorn, Inbegriff sprühender Energie und purer Lebensfreude, in vielfältigen Themen und Techniken auf die Leinwand.

Ebenfalls mit dabei ist wieder Claudia Rippl. Die Schönauerin lernte nach einem Leben auf Reisen schweißen und arbeitet an meist großformatigen Werken. Die kühlen, sakral anmutenden Eisenstelen, der Witterung ausgesetzt oder mit Säure bearbeitet; wirken wie Zeugen alter Kulturen, so die Pressemitteilung.

Natürliches Licht bringt eingearbeitete Kathedralgläser in farbiger Lebendigkeit zum Leuchten. Hölzer und skurrile Fundstücke verleihen ihren Arbeiten mitunter organischen Charakter. Claudia Rippls Kunst steht in enger respektvoller Verbindung zur Natur. Auch schon eine alte Bekannte bei der Sommerkunst ist Margrit Schwinn. Sie versteht die Kunst, mit feinem Pinsel gestochen scharfe Bilder, Naturmotive und ganze Sinfonien auf Eier unterschiedlicher Herkunft und Größe aufzutragen.

Zart oder kräftig

Überraschende Motive, teils mit kreativen Zusatzelementen kombiniert – ganz zart oder kräftig bunt, Kunst auf Eiern, die das ganze Jahr über Bereicherung und eine Freude sind.

Zum ersten Mal bei der Sommerkunst dabei ist Emi Hauck. Sie zeigt luftig-leichte Kunstobjekte aus Naturmaterialien, Perlen, Draht und mehr. Fundstücke mit ausgesuchten Ergänzungen und viel fantasievoller Kreativität zu feinen Gebilden verwoben, die zart im Raum schwebend oder an Wänden präsentiert werden können. Außerdem stellt der Achter Verlag sein Programm mit schönen Büchern vor.

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