Hockenheim

Absage Hermann Ullrich lädt erst 2021 wieder zur Ausstellung

Sommerkunstlebt von der Atmosphäre

Archivartikel

Für Kunstinteressierte aus Hockenheim und Umgebung ist der erste Sonntag im Juli alljährlich dick im Kalender angestrichen, denn an diesem Tag gibt es die Sommerkunst: Hermann Ullrich öffnet die Tore zu seiner Werkstatt und seinem Garten mit dem großen Teich in der Schützenstraße 22. Regelmäßig hat Ullrich befreundete Künstler eingeladen, die ihre Werke in dieser außergewöhnlichen Umgebung zeigten. Das Konzept war erfolgreich, Werkstatt und Garten jedes Mal voll – und genau das ist in diesem Jahr das Problem.

„Die Sommerkunst lebt von ihrer familiären Atmosphäre und der Nähe zwischen Künstlern und Besuchern“, sagt Hermann Ullrich. „Abstandsgebot und Maskenpflicht würden dieses besondere Flair zerstören. Deshalb haben wir uns entschlossen, die Sommerkunst in diesem Jahr ausfallen zu lassen. Wer aber schon einen Kalender für 2021 hat, kann gerne wieder ein Kreuz am ersten Sonntag im Juli machen.“

Trotzdem kreativ am Werk

Auch wenn die Ausstellung Corona zum Opfer fällt, bleibt Hermann Ullrich künstlerisch aktiv. So hat er beispielsweise ein Holzobjekt aus Salweide gestaltet. Dieser Baum wird zwischen zwei und zehn Meter hoch. Die Rinde der jungen Stämme weist eine graue Färbung mit rautenförmigen Korkwarzen auf. Bei älteren Exemplaren zeigt die graue bis schwarzbraune Borke rautenförmige Aufsprünge. Diese Urwüchsigkeit hat Ullrich in seinem Objekt, einer gedrechselten Hohlform, aufgegriffen.

Durchbrüche und Borkenreste lassen keinen Zweifel daran, dass es sich um ein Naturprodukt handelt. Hermann Ullrich sagt dazu mit dem ihm eigenen Understatement, dass das Objekt immer schon im Baumholz angelegt ist und er es nur freistellt. Zusammen mit den anderen Künstlern freut er sich auf die Sommerkunst mit Gästen 2021. zg

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