Hockenheim

Kegelverein Vorsitzender Thomas Schränkler blickt bei der Jahreshauptversammlung auf die Saison zurück / Erhalt des Fortuna-Centers im Fokus / Sportliche Erfolge

Sorge um Nachwuchs - seit 2002 hat sich die Mitgliederzahl halbiert

In der Jahreshauptversammlung des Kegelvereins 1963 Hockenheim (KVH) berichtete Vorsitzender Thomas Schränkler über das ereignisreiche und erfolgreiche vergangene Sportjahr. Bei der Durchsicht alter Protokolle stellte er fest, dass die Mitgliederzahlen in den zurückliegenden Jahren deutlich gesunken seien. Waren es 2002 noch 233 Mitglieder, sei man aktuell bei 116, also etwa der Hälfte angelangt.

Dies sei jedoch kein Hockenheimer Phänomen. Im ganzen Land würden die Kegelvereine immer weniger, somit sinken auch die Beiträge sowie die Anzahl der Mannschaften. Wo das hinführe, bleibe ungewiss. Dennoch wolle der Vorsitzende nicht allzu "schwarzmalen", er wünsche sich für die Zukunft zumindest das Stoppen des Mitgliederschwundes.

In seinem Bericht ging er dann auf sportliche Erfolge ein. Alle Landesmeisterschaften seien gespielt und sowohl bei der Jugend als auch bei den Aktiven wurden ansprechende Leistungen gezeigt. Erfreuliche Folge sei, dass der KVH mit einigen Startern auf der deutschen Meisterschaften vertreten ist.

Stellvertretend nannte er die Seniorinnenmannschaft, die erneut badischer Meister wurde, sowie die U 18 männlich als badischer Vizemeister, und wünschte viel Erfolg für die anstehenden Meisterschaften.

Motivierte Aufholjagd

Auch die Verbandsrunde sei weitgehend gut gelaufen. Die SG Frauen haben in der 2. Bundesliga Süd nach einem Fehlstart durch eine hochmotivierte Aufholjagd noch den Vizemeistertitel geholt.

In der Relegation sei man zwar erneut gescheitert, dennoch ermutigte Schränkler die Frauen nach vorne zu blicken und sich in der kommenden Saison zu steigern. Auch im Männerbereich hätten die Mannschaften in ihren Ligen gute Leistungen und Platzierungen erreicht. Sehr erfreut gab der Vorsitzende bekannt, dass eine Spielgemeinschaft Männer zwischen VfL Neuntöter und KSC 81 gegründet wurde. Dies sei in sportlicher Hinsicht die einzig richtige Lösung, um sportlich das Maximum herauszuholen.

Zu den vereinsinternen Veranstaltungen führte Schränkler das Grillfest mit Ehrungen nach Ausspielen des Clubpokals im Kiosk auf und bedankte sich n diesem Zusammenhang bei Peter Körner für die Verpflegung und Organisation. Für das Grillfest 2017 gebe es Terminschwierigkeiten, das Ausspielen des Clubpokals werde nach Spielplanausgabe besprochen. Geplant ist der 9. September. Die Ausrichtung überregionaler Meisterschaften im Fortuna Kegelcenter sei zwingend notwendig zur Finanzierung des Spielbetriebes. Man habe in diesem Jahr die Bezirksmeisterschaften Herren und zwei Qualifikationsdurchgänge von Senioren B übernommen. Diese Veranstaltungen sei zur Zufriedenheit aller über die Bühne gegangen, auch hier bedankte sich Thomas Schränkler bei allen Beteiligten.

Besucher machen wenig Umsatz

In Sachen Fortuna-Kegelcenter befürchtete er, dass es nicht leichter werde, die Unterhaltung beizubehalten. Man habe nur noch sechs Freizeitkegelclubs, sowohl vereinseigene als auch auswärtige Besucher würden für wenig Umsatz sorgen, indem sie trotz Hinweisen eigene Getränke mitbringen.

Deshalb sei es wichtig, beide Kegelanlagen am Leben zu erhalten. Die Bahnabnahme 2018 im Kegelcenter sei eventuell ein "Knackpunkt". Das Waldfest des KVH sei sehr gut besucht gewesen. Dies sei auch der Fußball-Europameisterschaft geschuldet. Vom 30. Juni bis 2. Juli werde das nächste Waldfest ausgerichtet, freitags sei volkstümliche Musik geplant, samstags Musik für die jüngere Generation.

Zum Kiosk am Motodrom führte er aus, dass es für zwei DTM-Läufe und einem Formel-1-Rennen im vergangenen Jahr geöffnet hatte. In 2017 würden nur die beiden DTM-Rennen anfallen, da es bei den Konzerten vermutlich keinen Straßenverkauf geben werde. Zum Ende seines Berichts richtete Schränkler seinen Dank an seine Vorstandskollegen für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Sportjahr.

Lothar Schränkler stellte sein Amt aus Altersgründen zur Verfügung und schlug Wolfgang Schumm als Nachfolger vor. Schumm nahm das Amt im Falle der Wahl an, er wurde einstimmig gewählt. zg

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