Hockenheim

Kinderschutzbund Förderkräfte nehmen an Interaktionstraining teil / Kindern und Jugendlichen bessere Lernmöglichkeiten bieten

Sprache mit Alltagsbezug lernen

Ausbildungskräfte des ZEL (Zentrum für Entwicklung und Lernen, Heidelberg) haben an zwei Terminen eine Fortbildung für die Sprachförderkräfte des Kinderschutzbundes (DKSB) durchgeführt. Die vom Kultusministerium Baden Württemberg finanzierte Sprachförderung wird durch den Kinderschutzbund (DKSB) organisiert und findet in vier Kindergärten und der Hubäckerschule durch Hausaufgabenhilfe statt.

Die Ausbilderinnen Sarah Kröber und Anneke Hochmuth stellten das Modul „Alltagsintegrierte Sprachförderung für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung“ vor, das den Kern des Impuls-Interaktionstrainings bildet – Sprache als Brücke zur Integration.

Es wurde nach Angaben des DKSB auf Basis der in der Praxis langjährig erprobten und auf Wirksamkeit überprüften Konzepte „Heidelberger Elterntraining zur frühen Sprachförderung“ (HET) und „Heidelberger Interaktionstraining zur alltagsintegrierten Sprachbildung und Sprachförderung für pädagogisches Fachpersonal“ (HIT) in Kooperation zwischen dem Zentrum für Entwicklung und Lernen Heidelberg, der Stiftungsuniversität Hildesheim und der Günter Reimann-Dubbers-Stiftung entwickelt.

Das Impuls-Interaktionstraining richtet sich an ehrenamtliche Helfer, pädagogische Fachkräfte oder auch Lehrer, die mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung in Kontakt treten und befähigt sie zur Sprachförderung in gemeinsamen alltäglichen Situationen.

Interesse der Kinder wecken

Hiermit wird ein wichtiger Grundstein für den erfolgreichen Erwerb der deutschen Sprache gelegt. Das Interesse der Kinder an der deutschen Sprache wird geweckt und ihre natürliche Motivation, eine neue Sprache zu lernen, von Beginn an genutzt.

Zentrale Inhalte des Moduls „Alltagsintegrierte Sprachförderung“ bilden die Nutzung und sprachförderliche Gestaltung von natürlichen Kommunikationssituationen aus dem Alltag (zum Beispiel das gemeinsame Essen oder Spiel). Es wurden bewährte situationsübergreifende und spezifische Strategien vermittelt, um den Kindern und Jugendlichen bessere Sprachlernmöglichkeiten zu bieten. Ergänzend wurden Besonderheiten des Spracherwerbs der genannten Zielgruppe thematisiert und daraus spezifische Unterstützungsmöglichkeiten abgeleitet.

Bewährt hat sich hier die Verwendung von Handzeichen und Gebärden in Kombination mit Lautsprache. Daher wurden die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten der gebärdenunterstützen Kommunikation in diesem Kontext nähergebracht. Ganz konkret und praxisnah wurde dies anhand der gemeinsamen Bilderbuchbetrachtung vertieft und geeignete Bücher und Materialien für jedes Alter und Interesse vorgestellt.

Die sehr engagierte und interessierte Gruppe war für die Inhalte und einen regen Austausch sehr offen. Letztendlich profitieren in Hockenheim Kinder mit und ohne Fluchterfahrung davon und der Kontakt zu deren Eltern wird erleichtert. cro

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