Hockenheim

Soziale Themen Der Bundestagsabgeordneter Bayaz im Gespräch mit OB Gummer, Geflüchteten und den Integrationsmanagern

„Stadt meistert große Aufgaben“

Archivartikel

Hockenheim.„Und das ist erst der Anfang“, lautete der Buchtipp, mit dem Oberbürgermeister Dieter Gummer den Abgeordneten Dr. Danyal Bayaz zum Antrittsbesuch im Rathaus Hockenheim begrüßte. Ein Buch über Fluchtursachen, aber auch die enorme Aufgabe, geflüchtete Menschen aufzunehmen und erfolgreich zu integrieren.

Erst den Anfang für eine gute, konstruktive Zusammenarbeit machten auch der Hockenheimer Rathauschef und Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg im Gespräch mit Danyal Bayaz, der als Abgeordneter in Berlin die Region Bruchsal-Schwetzingen vertritt und zum Termin in Hockenheim von Kreistagsmitglied und Stadtrat Adolf Härdle begleitet wurde. Im Bundestag sitzt der 34-jährige Bayaz im Finanzausschuss und möchte sich neben Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Startups für ein starkes Europa und den sozialen Zusammenhalt einsetzen, heißt es in einer Pressemitteilung des Abgeordneten.

Thema Wohnraum

Bezahlbarer Wohnraum und Bauland, die Auswirkung der Digitalisierung auf die Firmen vor Ort oder die Zukunft der Pflege, waren entsprechend bestimmende Themen im Gespräch mit Oberbürgermeister Gummer, aber auch die erfolgreiche Integration von Flüchtlingen. 340 Geflüchtete leben aktuell an vier verschiedenen Standorten der Stadt.

„Hockenheim meistert diese Herausforderung mit viel Tatkraft und Engagement“, lobte der Abgeordnete die wichtige Arbeit der vielen Ehrenamtlichen, aber auch Hauptamtlichen in der Großen Kreisstadt. Ganz früh in der Flüchtlingskrise hatte Hockenheim mit Michael Gelb einen ersten Integrationsmanager eingestellt, seit November 2017 hat er durch Matthias Schneble Unterstützung bekommen.

„Es ist mir sehr wichtig, nicht aus der Ferne über Sorgen und alltägliche Probleme von Menschen zu spekulieren, sondern mir vor Ort ein realistisches, greifbares Bild von der Situation zu machen“, so der Abgeordnete, der gemeinsam mit den Integrationsmanagern das seit wenigen Wochen bezogene Rückgebäude des Martin-Luther-Hauses besuchte. Eine Gelegenheit, mit geflüchteten Menschen in Hockenheim ins Gespräch zu kommen: Mit Mohammed aus Afghanistan, der gerade für seine Ausbildung als Altenpfleger büffelt oder Letebrhan aus Syrien, die hier gemeinsam mit ihrem fünf Monate alten Sohn Aram lebt.

Durchdachte Organisation

Nicht nur von der gut durchdachten Organisation vom Wäschekeller bis zur Wohngemeinschaft junger Mütter im Dachgeschoss zeigte sich der Abgeordnete beeindruckt, sondern auch von der Unterstützung und dem gegenseitigen Respekt der Bewohner. „22 Menschen aus den verschiedensten Nationen leben hier mitten in der Stadt friedlich unter einem Dach“, lobte Danyal Bayaz, der in der anschließenden Runde mit einem Vertreter aus dem Regierungspräsidium Karlsruhe und Integrationsmanagern aus der ganzen Region Hockenheim, Reilingen, Altlußheim und Neulußheim, aber auch über eventuelle Probleme sprechen und mehr erfahren wollte.

Etwa die Schwierigkeit, für Flüchtlingskinder in Hockenheim ausreichende Plätze in Kindergärten und Schulen zu finden. Die Herausforderung für junge, motivierte Azubis, nicht nur den praktischen Teil ihrer Ausbildung, sondern auch Berufsschule und Prüfungen zu schaffen sowie einzelne Konflikte untereinander, aber auch mit dem Gesetz.

Nicht nur bei den Zielen, sondern auch bei den kleinen und großen Hürden dahin, verabredeten die Integrationsmanager und der Abgeordnete Danyal Bayaz entsprechend in engem Austausch zu bleiben. Dies sei schließlich nur der Anfang. zg

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