Hockenheim

CDU Kandidaten für Gemeinderatswahl besprechen auf Klausurtagung mögliche Ziele und Themen / Fokus soll auf Jugend und Wohnqualität liegen

Städtebauliche Chancen nutzen – Außenwahrnehmung stärken

Hockenheim.Der CDU-Ortsverband freut sich auf die Kommunalwahl am 26. Mai und sieht sich für diese gut gerüstet. Das ist nur eines der Ergebnisse einer Klausurtagung, zu der sich die Gemeinderatskandidaten der Union eingefunden hatten, um eine Mannschaft mit einem gemeinsamen Ziel zu bilden: Hockenheim noch stärker voranzubringen.

„Warum möchten Sie kandidieren?“, lautete die einleitende Frage. Der Werkleiter der Reilinger Schaumaplastwerke Thorsten Voellmer antwortete: „Ich habe in einer Bürgerinitiative im Birkengrund mitgearbeitet und gesehen, dass man etwas bewegen kann, wenn man sich engagiert.“

Vier Arbeitsgruppen erarbeiteten mögliche Themen und besprachen diese anschließend gemeinsam. Vor allem die neuen Kandidaten konnten mit ihrer Perspektive von außen die Diskussion bereichern, heißt es in einer Pressemitteilung. Ein Ergebnis der Tagung war demnach die Erkenntnis, dass eine verbindende und erlebbare Grüne Lunge vom Gartenschaupark zum HÖP-Gelände Hockenheim noch attraktiver machen würde. „Das ist nicht nur städtebaulich eine große Chance, sondern bietet auch die Möglichkeit, einen Treffpunkt für Jung und Alt zu schaffen“, so Oskar Stephan. Der aktive Triathlet und Vorsitzende der ASG-Triathlon wird erstmals auf der CDU-Liste kandidieren. Ob mit Bänken für eine kleine Rast oder einem Skatepark für Jugendliche – an Ideen mangelte es den Teilnehmern nicht, womit die Grüne Lunge gestaltet werden könnte. Insgesamt wollen die Christdemokraten der Jugend weiterhin einen Schwerpunkt widmen, nachdem vor allem Stadtrat Patrick Stypa mehrere Vorschläge in der aktuellen Legislaturperiode einbringen konnte, so die Mitteilung weiter. Unterstützung könnte ihm dabei Moritz Mildenberger leisten, der in der Vereinswelt vernetzt ist und mit 22 Jahren einer der jüngeren Kandidaten sein wird.

Erweiterung für Spielplätze

In einer besseren Förderung der Tagesmütter sieht Verwaltungsfachfrau Monika Wolk eine gute Chance, schneller und flexibler auf den steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen zu reagieren. Weiterhin wurde die Einrichtung einer Matsch- oder Wasserspielmöglichkeit auf einem Kinderspielplatz diskutiert, aber auch die Einrichtung von Familienbauplätzen.

Die Kandidaten diskutierten auch über Feste ohne Einwegartikel. Siegfried Kahl machte den Vorschlag, dass der Hockenheimer Marketing-Verein einen Mehrwegbecher zur 1250-Jahr-Feier auflegen könnte, der die „Coffee to go“-Einmalbecher, etwa in Bäckereien ersetzen könnte und daher neben Nachhaltigkeit zugleich einen nicht zu unterschätzenden Marketingeffekt hätte.

Viel zu diskutieren gab es auch beim Thema Stadtentwicklung: die unbefriedigende Entwicklung in der Innenstadt oder auch ein freundlicheres Erscheinungsbild insgesamt. „Hockenheim hat viel zu bieten. Aber es wird zu wenig daraus gemacht“, so auch die Feststellung von Diplom-Ingenieurin Lotti Neugebauer, die zum zweiten Mal auf der CDU-Liste zu finden sein wird. Insbesondere der Ortseingang von Reilingen kommend sahen alle als stark verbesserungswürdig an – positiv bewerteten die Teilnehmer dagegen den Kreisel am Nordring mit dem Motorradfahrer.

Obwohl viele der Teilnehmer erstmalig miteinander in Kontakt kamen, war von Anfang an Aufbruchsstimmung zu spüren, so die Pressemitteilung. OB-Stellvertreter Fritz Rösch fasste zusammen: „Unsere Liste wird einen wunderschönen Querschnitt der Bevölkerung darstellen. Egal, ob Angestellte, Selbständige, Frauen oder Männer, junge oder erfahrene Mitglieder – diese Liste lässt sich sehen.“ ska

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