Hockenheim

Grüne Ferienkinder drehen unterm Motto "Eisenbahnromantik auf schmaler Spur" viele Runden auf Feldbahn in Neckarbischofsheim

Stillstand weder auf Gleis noch daneben

Als äußerst mobil erwiesen sich die über 20 Teilnehmer des Kinderferienprogramms der Grünen. Per Bus reisten sie zur Feldbahn in Neckarbischofsheim. Gemäß dem Motto "Eisenbahnromantik auf schmaler Spur" drehten sie dort so manche Runde auf der 450 Meter langen Rundstrecke. Die Arbeit erledigte die Lokomotive Gmeinder Typ, Baujahr 1960, mit einem 28 PS starken Motor ausgerüstet.

Keno, Stammgast bei den Kinderferienprogrammpunkten der Grünen, nutzte ausgiebig das Bahnfahren auf der von Sträuchern und Bäumen umgebenen Strecke und winkte im Vorbeifahren fröhlich aus sicherer Entfernung in die Runde.

Stadtrat Michael Behr nutzte die Gelegenheit und nahm unter lautem Hallo auf dem Führerstand der Lok Platz. Hier ging wohl ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Bevor sich das Gefährt in Bewegung setzte, überließ er jedoch dem etatmäßigen und erfahrenen Lokführer Erich Rinderle seinen Platz.

Mit Muskelkraft wurde ein Transportwagen auf den Gleisen bewegt. Den angenehmeren Part hatten dabei die darin sitzenden Fahrgäste gewählt. Das Schieben und Drücken bereitete jedoch genauso viel Spaß wie das Stellen der Weichen, um auf das richtige Gleis zu gelangen. Larissa Rotter, Benjamin und Romeo übernahmen diese verantwortungsvolle Aufgabe.

Draisine erfordert Geschick

Ein weiteres Fortbewegungsmittel, die Draisine, erforderte Geschick und Kraft, mussten doch Hände und Füße koor diniert eingesetzt werden, um mit Schwung auf dem Gleis entlang gleiten zu können. Umso großer war die Freude, wenn sich das ungewohnte Fahrzeug unter sachkundiger Anweisung von Rudolf Mickel, ehemaliger Betriebsleiter des Unternehmens Gmeinder & Co (Mosbach), das Lokomotiven herstellte, endlich in Bewegung setzte. Mats erfuhr dabei die moralische Unterstützung seiner Begleiter.

Besonders begehrt war das Büchsenwurfspiel. "Hinten anstellen", gaben sich die Jungs und Mädchen eigene Regeln, und so manche Büchse verlor sein Gleichgewicht und fiel lärmend zu Boden. Gemütlicher ging es beim Badmintonspiel zu.

Das Befüllen einer Lore mit Steinen war eine besondere Attraktion. Die Aufgabe bestand darin, diese auf einem Drehgleis in die richtige Lage zu bringen und wieder zu entleeren. "Nicht vor der Lore laufen", diese Sicherheitsanweisung wurde akribisch beachtet. Mit der Zeit stellte sich Routine in den Abläufen ein, die Handgriffe wurden immer sicherer. "Wir haben gewonnen", berichtete Deniz Michael, noch leicht verschwitzt, vom Spiel auf dem benachbarten Fußballplatz zurückgekommen.

Alle permanent in Aktion

"Eigentlich haben alle gewonnen" zog Bruno Jahn, der in bewährter Weise den erlebnisreichen Tag in Neckarbischofsheim vorbereitet hatte, Resümee. Alle Hockenheimer Kids waren permanent aktiv, interessierten sich für technische Zusammenhänge und Abläufe und nahmen eigenständig die verschiedenen Angebote auf dem weitläufigen Gelände wahr.

So hatten die weiteren Betreuer Petra Hoffmann, Hildegard Jahn-Petermann, Ralf Raflewski und Adolf Härdle leichtes Spiel mit den ihnen anvertrauten Kindern. Die Bratwürste, von Carsten Jahn zubereitet, fanden wieder reißenden Absatz, belegte Brötchen und Äpfel aus der Region stillten den Hunger zwischendurch, erfrischende Getränken wurde eifrig nachgefragt. Wohlbehalten nahmen Eltern und Angehörige die Kinder gegen 16 Uhr wieder in Empfang. ah

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