Hockenheim

Stolperfallen im Untergrund

Mit einer Kommunikationsoffensive will Oberbürgermeister Marcus Zeitler die Arbeiten in der Oberen Hauptstraße begleiten. Informationsveranstaltungen, Informationen auf allen Medienkanälen und bestmögliche Transparent kündigte er bei der Sitzung des Gemeinderats an. Vorsätze, die für ein Vorhaben mit solch einer Tragweite mehr als angemessen sind.

850 Meter Baustrecke, sieben Millionen Euro Investitionen und 24 Monate Bauzeit – die Hauptdurchgangsstraße wird mit Sicherheit für jede Menge Unmut in der Bevölkerung sorgen. Lärm, Dreck, Sperrungen und Umleitungen sind unvermeidbar und müssen nicht nur von den Anliegern in Kauf genommen werden. Denn, Zeitler hat es deutlich gesagt, die in der Straße verlaufende Gasleitung zwingt zum Handeln.

Das Öffnen einer Straße, Jahren oder Jahrzehnten nach ihrer Fertigstellung, ist immer ein Stück weit ein Glücksspiel, niemand weiß, was einen erwartet. Verborgene Leitungen, Rohre, von denen niemand wusste oder defekte Hausanschlüsse – die Liste der Überraschungen die im Hintergrund lauern können, ist lange. Und je mehr Unwägbarkeiten zutage kommen, umso länger kann sich die Bauzeit dahinziehen. In der südlichen Nachbargemeinde kann man ein Lied davon singen, welche Stolperfallen im Untergrund lauern können.

Dies wissend und die Notwendigkeit der Arbeiten vor Augen, ist es für Zeitler und seine Verwaltung der einzig richtige Weg, den Dialog zu suchen, die Bürger permanent zu informieren und damit die Akzeptanz für die Baustelle zu erhöhen. Und wer weiß, bei einer Bauzeit von zwei Jahren, vielleicht findet sich dabei ja der eine oder andere Anlass, über die Arbeiten nicht nur zu stöhnen, sondern sie auch zu feiern.

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