Hockenheim

Hockenheimring Dragster-Rennen der Nitrolympx gelten als Festival des schnellsten Motorsports

Tempo-Elite liefert sich Duelle

Die Veranstalter nennen sie „Europas spektakulärstes Festival des schnellsten Motorsports der Welt“: Vom 16. bis 18. August finden die Nitrolympx auf dem Hockenheimring statt. Die drei Tage stehen ganz im Zeichen des Drag-Racings. Erwartet wird zum 34. Mal die Elite der schnellsten Piloten, die sich bei der FIA- und FIM-Drag-Racing-Europameisterschaft zum ultimativen Schlagabtausch trifft.

Beim Drag-Racing treten die Kontrahenten wie moderne Gladiatoren in Duellen gegeneinander an. Die Zuschauer können buchstäblich erleben, was es bedeutet, wenn 10 000-PS-Monster brüllend an der Ampel stehen und das Motodrom wie eine Naturgewalt zum Beben bringen. Zu sehen sind Beschleunigungen von 0 auf 100 km/h in 0,8 Sekunden und Endgeschwindigkeiten von bis zu 500 Stundenkilometern – mit entsprechender Lärmentwicklung, die in der Umgebung der Rennstrecke zuweilen kritisiert wird.

Bereits beim Qualifying am Freitag ist bei den Teams höchste Konzentration gefragt. Speziell in den Klassen mit den größten Fahrerfeldern hat der erste Tag schon Finalcharakter. Die Dramatik, dass zwischen Sieg und Niederlage, Triumph oder Heimfahrt oft nur Sekundenbruchteile stehen, ist symptomatisch für das Drag-Racing.

Unterteilt in vier FIA-Autoklassen, fünf FIM-Motorradklassen und neun Sportsman-Klassen gehen rund 250 nationale und internationale Rennteams an den Start. Für die FIA-Klassen ist Hockenheim die vierte Etappe auf dem Weg zum „Drag Racing Olymp“.

Nordische Damen an der Spitze

An der Spitze der Top Fuel Klasse liegen derzeit zwei schnelle Damen. Die in Hockenheim stets gefeierte Finnin Anita Mäkela kommt mit 260 Punkten als Führende im Gesamtklassement vor der Norwegerin Maja Udtian. Jndia Erbacher (CH) steht auf dem siebten Platz.

In der Königsklasse der Dragbikes, Top Fuel, hat der Schwede Rikard Gustafsson ein sensationelles Comeback gefeiert. Auf Anhieb Top-Qualifier mit 378,14 Stundenkilometern in 5,8 Sekunden kommt er mit 234 Punkten als Zweitplatzierter hinter Champion Filippos Papafilippou aus Griechenland mit 243 Punkten.

Mit zwei Saisonsiegen kommt der Super-Twin-Top-Fuel-Pilot Marcus Christiansen als Führender ins deutsche Highspeed-Mekka vor dem Finnen Samu Kemppainen und dem Niederländer Gert-Jan Laseur. Der einzige Deutsche in Feld, Christian Jäger, war bisher nur in England am Start, will aber bei seinem Heimrennen alles geben. Nicht weniger spektakulär sind die Auto- und Motorradklassen der Sportsman-Starter.

Nach den Renntagen folgt am Samstagabend mit der Nightshow ein weiterer Höhepunkt. Hier wird ein atemberaubender Mix aus Entertainment mit viel Action und Highspeed geboten: Mit dabei sind die Red Bull X-Fighters, die mit wilden Stunts dem Publikum den Atem rauben. Terry Grant zeigt eine Stuntshow auf der Quartermile, Jet Cars mit qualmenden Reifen und meterhohen Flammen dürfen in diesem Szenario nicht fehlen.

Das Paket aus Spitzenmotorsport und Entertainment macht die Nitrolympx zu einem Highlight im Kalender der Enthusiasten. „Hier erleben die Anhänger von 100 Prozent Highspeed, Action & Power die Faszination der Beschleunigung auf höchstem Niveau“ heißt es in der Ankündigung. Freitagtickets sind ab 25 Euro erhältlich und ein Wochenendticket für drei Tage kostet ab 69 Euro. Alle Tickets beinhalten den Zutritt zum Fahrerlager. zg

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional