Hockenheim

Transparenz geht anders

Den Schock zum ersten Advent muss die Region erst mal verdauen. Gerade, als eigentlich die friedvolle und besinnliche Zeit des Jahres beginnen soll, sorgt das Regierungspräsidium Karlsruhe mit der Bekanntgabe der einjährigen Verzögerung bei der Sanierung der Salierbrücke für riesigen Frust bei den Menschen in der Metropolregion.

Der Zeitpunkt ist doppelt prekär, denn er fällt praktisch mit den Hiobsbotschaften von den Hochstraßen in Ludwigshafen zusammen, die die Wege über den Rhein andernorts auf schwer absehbare Zeit mühsamer machen. Dabei hat es sich schon vor einiger Zeit abgezeichnet, dass es länger dauern würde mit der Sanierung der Salierbrücke, wie die Verantwortlichen beim Pressegespräch einräumten, zumindest ein Signal hätte gegeben werden können.

Ernüchternd ist die Auskunft des Regierungspräsidiums, dass selbst der Einsatz erheblich größerer finanzieller Mittel die Verlängerung nicht reduzieren könnte, weil es nicht genug Fachkräfte auf dem Markt gebe und sich die Gewerke gegenseitig in die Quere kommen könnten. Daran mag der Beobachter zweifeln, das Gegenteil beweisen kann er nicht.

So bleibt neben der Enttäuschung nur die Hoffnung, dass die Brücke der A 61 den Mehrbelastungen auch über den verlängerten Zeitraum standhält, dass bei künftigen Sanierungen derart wichtiger Verbindungen die Bausubstanz vorher kritischer geprüft wird, dass die betroffenen Unternehmen durchhalten, bis die Salierbrücke endlich wieder für kurze Wege für Kunden und Beschäftigte zwischen Baden und der Pfalz sorgt. Pech hatten wir alle schon genug.

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