Hockenheim

Trockenheit macht Birken, Linden und Kastanien zu schaffen

Archivartikel

Die Stadtgärtnerei setzt bei der Auswahl zu pflanzender Bäume nicht auf Monokulturen. Leiter Matthias Degen hält sich an die Empfehlungen für Straßenbaumarten der Gartenamtsleiter, in der bewährte Typen aufgeführt werden. „Wenn dann mal ein Schädling kommt, hat man nicht nur auf eine Baumart gesetzt, sondern kann gezielt betroffene Bäume ersetzen.

So seien Platanen früher die angesagtesten Stadtbäume gewesen, weil sie wenig Wasser brauchen – doch sie dann von der Pilzkrankheit Massaria befallen worden. Da seien innerhalb weniger Monate große Äste abgebrochen. „Wir versuchen, Vielfalt hineinzubringen“. Dabei spiele bei Straßenbäumen auch die Frucht eine Rolle – an Parkplätzen beispielsweise keine Kastanien. Eventuelle Verschmutzungen durch Kirschblüten oder Honigtau müssten Autobesitzer dagegen hinnehmen.

Allgemein hätten Bäume Probleme, die nicht so tief wurzeln. So sei im Gartenschaupark ein massives Birkensterben zu verzeichnen: „Das hat was mit dem Grundwasserstand zu tun“, ist Degen überzeugt. Linden, Buchen, Ahorn und Kastanien seien im Stadtgebiet am Absterben, ergänzt sein Kollege Tom Steinmann.

Durch die großen Parkanlagen sei Hockenheim in einer komfortablen Position. 6500 verkehrsrelevante Bäume muss der Fachbereich Bauen und Wohnen regelmäßig überprüfen. 300 Maßnahmen fallen in diesem Zusammenhang durchschnittlich pro Jahr an. Nicht jede Totholzbildung bedeutet, dass der Baum gefällt werden muss. 50 bis 60 Bäume seien aktuell aufgrund der Trockenheit tot, die im vergangenen Jahr noch kerngesund waren, schätzen Degen und Steinmann. mm

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