Hockenheim

Gartenschaupark Vandalismus und Vermüllung kosten Geld und Nerven / Hoffnung auf Neubesetzung der Streetworkerstelle

Verein beklagt zunehmende Schäden

Eine Weile schien es, als sei das Problem im Griff oder besser: als habe die Vernunft die Oberhand übernommen. Doch nun geht Karl Götzmann, Geschäftsführer des Fördervereins Gartenschaupark, doch wieder damit an die Öffentlichkeit: Vandalismus im Park macht den ehrenamtlichen Betreuern erneut schwer zu schaffen.

Die Beschädigungen hätten zugenommen, berichtet Götzmann im Gespräch mit unserer Zeitung. So seien die Putten in den Historischen Gärten zum wiederholten Male umgeworfen worden – obwohl sie auf massiven Betonsockeln im Boden verankert sind. Bei der Holzhütte am Bouleplatz sei die Tür eingetreten worden, an den Rankgittern bei den Rosenbeeten muss der Verein Latten ersetzen, die durch Tritte zerbrochen oder komplett abgerissen wurden. „Wir wissen uns nicht mehr zu helfen“, klagt der Geschäftsführer, der sich als Mitglied der Rentnertruppe fast täglich um die grüne Lunge der Stadt kümmert. Rund 100 Strafanzeigen habe er im Namen des Vereins in den vergangenen fünf Jahren erstattet.

Da auch die Vermüllung zunimmt, hofft Karl Götzmann, dass die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz über Streetwork auf die Verursacher von Schäden und Abfallablagerung einwirkt. Nach Informationen unserer Zeitung zeichnet sich eine Besetzung der Stelle ab. Schließlich will der Förderverein, der das Thema auch bei seiner Mitgliederversammlung am Mittwoch, 11. März, ansprechen wird, seine Mittel sinnvoller verwenden als für die Reparatur mutwilliger Beschädigungen.

Zuletzt hatte der Schaden an der sogenannten Landtagslinde im April 2019 für öffentliche Empörung bei den Parkfreunden gesorgt. mm

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