Hockenheim

Vertrauen braucht Zeit

Archivartikel

Markus Mertens sieht im Fortschritt der E-Mobilität keine Not zur Eile

 

Eines hat das zweite E4-Forum auf dem Hockenheimring zweifellos bewiesen: Die Digitalisierung kann und wird in die Lebensbereiche eingreifen, in denen wir zumindest bis heute - im wahrsten Sinne des Wortes - gern selbst das Steuer in der Hand halten.

Was als smarter Kühlschrank oder intelligente Heizung in den Spezialmärkten der Republik längst als zuverlässiges Produkt zur Verfügung steht, wird aus technologischer Sicht in absehbarer Zeit auch die Straßen regieren. Hochperformative 3D-Modelle und multimedial bespielte Digitalbrillen, die neue virtuelle Welten erschließen, zeichnen den Spagat zwischen gewollter Faszination und komplexer Realisierung längst nach.

Denn die Zielrichtung ist so klar wie nachvollziehbar: Es geht um die Erleichterung sich wiederholender Prozesse, zeitliche Ökonomie und den täglichen Nutzen, der sich daraus entwickeln kann. Doch vor allem geht es für die großen deutschen Autobauer und deren Hochtechnologiepartner um menschliches Vertrauen, das es zu gewinnen gilt.

Das zeigt: Die Richtung stimmt - denn wo Technik Menschen sinnvoll unterstützen kann, ist sie so erstrebenswert wie notwendig. Doch bis zu einer breiten Akzeptanz der Technologie, so viel scheint gewiss, wird noch einiges an Zeit ins Land gehen.

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