Hockenheim

Skiclub Radtour durchs Bauland und den Odenwald / Langer Aufstieg von Amorbach nach Mudau

Vom Neckar an Main geradelt

Hockenheim.Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah? Ohne lange Anreise in eine Landschaft einzutauchen, die von Abwechslungsreichtum, schmucken Fachwerkstädtchen und romantischen Flusstälern geprägt ist, erfuhr die zehnköpfige Radsportgruppe des Skiclubs bei ihrer Radtour, die von Wanderwart Walter Köhler organisiert und durchgeführt wurde.

Das Bauland und der Odenwald sind als Radler-Eldorado weniger bekannt, jedoch streifen diese Gebiete die Rad-Klassiker wie die Jagst-, Main- und Neckar-Radrouten, die auch über kurze Strecken befahren wurden. In Jagstfeld, wo die Jagst in den Neckar mündet, wurde gestartet. Entlang des Flusses reihen sich kleine Städtchen und schöne Orte wie Neudenau und Möckmühl, in denen noch ein historisches Stadtbild bewahrt ist, wie an einer Perlenschnur auf.

„Aufwärmen“ im Jagsttal

Zum „Aufwärmen“ war das Jagsttal mit seinem ebenen und hervorragend ausgebauten Radweg genau richtig, denn ab Möckmühl begannen die vielen kleinen Steigungen im Seckachtal bis Buchen, „Hauptstadt von badisch Sibirien“. Hier war der höchste Punkt erreicht, denn von hier ging es durch das wildromantische Morre-Tal bis Amorbach, eine denkmalgeschützte historische Barock-Altstadt mit fürstlicher Abteikirche, bergab. Miltenberg am Main mit seiner historischen Altstadt und sehenswertem Marktplatz zählte zu den kulturellen Highlights der Tour. Nach 90 Kilometer und 700 Höhenmeter wurde Bürgstadt am Main erreicht, wo übernachtet wurde.

Die sportliche Komponente am nächsten Tag war der lange Aufstieg von Amorbach nach Mudau. Der neu ausgebaute Radweg abseits der Autostraße ließ herrliche Weitblicke zu und man konnte trotz der konstanten drei bis fünf Prozent Steigungen die tolle Landschaft genießen. Nach einer langen Abfahrt wurde über das Elztal Mosbach erreicht. Mittlerweile ist es sommerlich heiß geworden und da die letzte Etappe von Neckarelz nach Jagstfeld überwiegend in der Prallsonne verlief, wurde dies besonders belastend empfunden. Nach 180 Kilometern und 1300 Höhenmetern, mit Gepäck auf dem Rad und kein E-Bike, konnte diese Tour in einem Biergarten entspannt beendet werden.

Entscheidend für die gelungene Radtour war, dass sie unfallfrei verlief, kein Regen die Stimmung trübte, ein toller Zusammenhalt in der Gruppe war und dass jeder vorher ausreichend Training absolvierte – es hat einfach alles geklappt. zg/wk

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