Hockenheim

Verein Vita vitalis Vorstand blickt auf denkwürdigen Abend zum zehnjährigen Bestehen der Dementen-WG zurück / Gute Kooperation mit Angehörigen

Wohngruppen-Jubiläum angemessen gefeiert

Der Empfang zum zehnjährigen Bestehen der Dementen-Wohngruppe war der Höhepunkt eines ereignisreichen Jahres 2017 für den Verein Vita vitalis (wir berichteten). Darauf verwies Vorsitzender Adolf Härdle bei der der Jahreshauptversammlung. Zur Freude des Vorstands nahmen neben Mitgliedern des Vereins, Angehörigen, Pflegekräften und Alltagsbegleiterinnen sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auch frühere Angehörige teil.

Der Festvortrag von Sylvia Kern, Geschäftsführerin der Alzheimergesellschaft Baden-Württemberg, zum Thema „Demenz als gesellschaftliche Herausforderung“, die Ausführungen von Ingrid Stalter über die nicht einfachen Anfangsjahre und die persönlichen Worte von Ulrich Beer fanden aufmerksame Zuhörer. Der Film von Eberhard Reuss „Wo bin ich denn – Der etwas andere Alltag in einer Demenz-WG“ bildete für alle Besucher den gelungenen Abschluss eines denkwürdigen Abends, wie Härdle feststellte.

Dem Vorstand ist es ein besonderes Anliegen, die alltägliche Arbeit der Pflegekräfte und Alltagsbegleiterinnen in der Wohngruppe zu würdigen, unterstrich Härdle. Er dankte seinen Vorstandsmitgliedern für die gute Unterstützung, den Verantwortlichen der Sozialstation für die reibungslose Zusammenarbeit und den Mitgliedern des Angehörigengremiums für ihr Engagement.

Terrasse und Zaun verbessert

In seinem Geschäftsbericht ging Härdle auf die Aktivitäten ein. Der Verein war beim Neujahrsempfang der Stadt mit einem Informationsstand vertreten. Wichtig sei die Informationsveranstaltung über die Arbeit der Pflegestützpunkte und die Änderungen des Pflegestärkungsgesetzes für Menschen mit Demenz gewesen. Die Spende aus Anlass des Benefizkonzerts des Freundeskreises Hockenheim-Commercy ermöglichte es bei tatkräftiger Unterstützung der Angehörigen, die Terrasse zu erneuern und den in die Jahre gekommenen Zaun zu ersetzen. Angehörige fanden sich zusammen, um die alte Schrankwand im Gemeinschaftsraum durch eine neue zu ersetzen und alte Einrichtungsgegenstände zu entsorgen.

Die wirtschaftlichen Verhältnisse im Berichtsjahr waren maßgeblich durch die Vermietung von Wohnraum für die Wohngemeinschaft gekennzeichnet. Kassenwartin Ingrid Stalter vermittelte den Mitgliedern einen Eindruck über die vielfältigen Aufgabenstellungen, die zu bewältigen waren. Nebenkostenabrechnungen waren zu erstellen, Mieteinnahmen und die Beiträge der 36 Mitglieder zu verbuchen, Spenden fanden satzungsgemäße Verwendung und trugen zur finanziellen Stabilität bei. Das zurückliegende Jahr sei geprägt von der Umschuldung langfristiger Verbindlichkeiten gewesen.

Tilgungen werden erhöht

Ingrid Stalter stellte heraus, dass durch marktgerechte Konditionen künftig bei einer geringeren Zinsbelastung höhere Tilgungen geleistet werden können. Ergänzend dazu stellte Härdle den Jahresabschluss 2016 vor, der von der Treuhandstelle des Diakonischen Werkes geprüft und testiert wurde. Horst Klußmann dankte dem Vorstand für seine Arbeit, Vorstand und Kassenwartin wurden von den Mitgliedern einstimmig entlastet, der Jahresabschluss 2016 genehmigt.

Es werde auch zukünftig das Ziel verfolgt, die richtige Balance zu halten und sowohl dem diakonischen Auftrag gerecht zu werden als auch die Wirtschaftlichkeit des täglichen Betriebs zu sichern, betonte Adolf Härdle abschließend. ah

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