Hockenheim

Verein für Heimatgeschichte Besuch in Öhringen in Hohenlohe / Josef Diller präsentiert Geburtsstadt

Wurzeln reichen in die Römerzeit zurück

Öhringen in Hohenlohe war das Ziel des Vereins für Heimatgeschichte. Dessen Vorsitzender, Bürgermeister a. D. Werner Zimmermann, zeigte sich erfreut darüber, dass der Altstadtrat und ehemalige Volkshochschulleiter Josef Diller sich bereiterklärt hatte, seine Geburtsstadt den Hockenheimern näher vorzustellen.

Bereits auf der Fahrt nach Öhringen hatte Josef Diller über die große Kreisstadt informiert. Sie ist mit ihren 24 000 Einwohnern das dynamische Zentrum in Hohenlohe. Die geschichtlichen Wurzeln reichen bis in die Römerzeit zurück, der Limes, der römische Grenzwall, zeugt davon.

Doch der erste Besuch galt dem Schloss Neuenstein, das in staufischer Zeit erbaut worden und Sitz der Herren von Neuenstein war. Im 16. Jahrhundert wurde die Burg zu einer herrschaftlichen Residenz im Stil der Renaissance ausgebaut. Nach 1946 ist das Wasserschloss zu einem kulturellen Zentrum weiterentwickelt worden. Die Sammlungen bieten einen hervorragenden Überblick über Kunst und Geschichte von Hohenlohe-Franken.

Das Mittagessen wurde im Restaurant „Winzerkelter“ in Öhringen-Verrenberg inmitten der Hohenlohischen Weinberge eingenommen. Das Weingut des Fürsten Hohenlohe-Öhringen ist bekannt für die Spitzenqualität seiner Weine aus Toplagen.

Steinerne Grabmale

Der Nachmittag galt dem Besuch der Altstadt Öhringens. Bereits um das Jahr 1020 wurde an der Pfarrkirche ein Chorherrenstift eingerichtet. Die Stifterin, die Gräfin Adelheid, Mutter Kaiser Konrads II. liegt hier begraben. Sie ist die Stammmutter der Salier. In der heutigen spätgotischen Stiftskirche befindet sich eine Krypta. Der Hochalter wurde um das Jahr 1500 errichtet. Zahlreiche steinerne Grabmale aus der Zeit der Renaissance und des Barock erinnern an Angehörige des Hauses Hohenlohe.

Die Altstadt wird beherrscht vom Hohenlohischen Residenzschloss, das um 1611 im Renaissance-Stil als Witwensitz für die Gräfin Magdalena von Hohenlohe erbaut worden war.

Der Stadtrundgang führte über den großen Marktplatz zu weiteren geschichtsträchtigen Plätzen und Gebäuden. Dabei erinnerte der Stadtführer daran, dass die Familie Weizsäcker, ehemalige Müller, aus Öhringen stammt und ein Neffe Johann Sebastian Bachs in Öhringen als Lehrer und Organist gewirkt hat. Werner Zimmermann stellte fest, dass es Josef Diller gelungen war, den Hockenheimern eine für sie durchaus fremde Region nahezubringen. ar

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