Hockenheim

Zeit, um vieles zu überdenken

Archivartikel

Siegfried Kahl beschreibt seinen abgekapselten Alltag nach der Südtirol-Skitour

Ich frühstücke mit frischen Brötchen, aktuell mangelt es noch an nichts, eine normale Vorratshaltung macht’s möglich, auch wenn man heutzutage durch viele Angebote der Märkte ständig überreizt und fast zum Hamstern „genötigt“ wird.

Ein Freund bringt mir Äpfel vom Obsthof in Neulußheim und stellt sie vor die Tür, die lokale Quelle ist leider bereits ausverkauft. Der Sicherheitsabstand ist richtig und muss gewahrt bleiben, wir müssen uns grundsätzlich auf die neue Situation einstellen, die Gesundheit aller steht jetzt im Vordergrund.

Da ich mich derzeit nicht nur auf Durchreise, wie zu manchen anderen Zeiten zuhause aufhalte, fällt mir Liegengebliebenes in die Hände und wird erledigt. Die erzwungene freie Zeit gibt mir also die Gelegenheit, hier und da Dinge in die Hand zu nehmen und für „Luft“ zu sorgen. Eine befreiende Situation, die in diesen Tagen für eine Entschleunigung sorgt, die guttut.

Was mich derzeit einschränkt, ist die Tatsache, trotz aller Zeit nicht einfach rausgehen zu können und Besorgungen zu machen, denn ich stelle auch fest: Hier fehlt ein besonderes Waschmittel, dort Heu und Stroh für die Hasen im Garten und so weiter. Ich möchte meine Freunde nicht mit Aufträgen in zig Geschäfte schicken, das bedarf in Zukunft auch besserer Planung und Abwägung – auch dem Überdenken, welche Dinge überhaupt lebensnotwendig sind.

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