Hockenheim

Interkulturelle Gruppe Frühstück mit Spezialitäten aus verschiedenen Ländern / Osterbräuche werden thematisiert

Zerbrechliche Begegnung mit Eiern

Die Frühlingsrollen schmolzen wie die polnischen Schokoriegel fast von selbst auf der Zunge. Es gab Saft für die Kinder, frisch aus Persien importiert, und Kaffee für die Erwachsenen. Zwischen Käsekuchen und Mohnsemmel ließ es sich nicht nur schmausen, sondern auch bestens austauschen. Damit erfüllte das Internationale Frühstück sein selbst gesetztes Ziel vom ersten Bissen und Wort an wie selbstverständlich.

Im Gebäude des Roten Kreuzes hatten sich die Gäste des Frühstücks versammelt und damit eine gute Wahl getroffen: Denn der lichtdurchflutete Raum bot die nötige Ruhe und Entspannung, um den Alltag zu vergessen und sich zu begegnen.

26 Nationen in einem Raum

Reinhold Gottfried freute sich über etwa 30 Gäste, die munter plaudernd an den Tischen saßen – 26 Nationen begegneten sich nun in einem Raum: vertreten waren unter anderem die USA, Ungarn, der Libanon, Deutschland und die Türkei. „Und natürlich auch Badener und Pfälzer“, meinte er schmunzelnd. Gottfried rief alle auf, sich an der Gestaltung des interkulturellen Kochbuchs zu beteiligen, welches von der Gruppe veröffentlicht werden soll. Dann erinnerte er an Osterbräuche aus Deutschland, wo in der Osternacht eine Kerze in der dunklen Kirche entzündet wird. Ostern diente als zentrales Thema des Frühstücks. Wassiem Gayed berichtete daher als koptischer Christ von den Ritualen in Ägypten. Dort aber begehe man es intensiver: „Es ist das größte christliche Fest.“ Mit Kreuzen aus Palmblättern und viel gutem Essen werde in den Familien ausgiebig gefeiert.

Traditionen vorgeführt

Wie man in der griechisch-orthodoxen Kirche Ostern zelebriert, erzählten Petra Grabs und Toni Iskeaf. Sehr zur Freude aller demonstrierten sie eine gute Tradition: Eier werden aneinandergeschlagen. Derjenige, dessen Eierschale zuerst zerbricht, muss das leckere Osterdetail hergeben. Dieses Ritual kenne man auch in Deutschland, betonten einige Gäste und wiederholten das fröhliche Klopfen für sich selbst. Dies wiederum sah Petra Grabs gern. Sie wird ab kommendem Jahr die Leitung der Gruppe von Reinhold Gottfried übernehmen. Sie freue sich auf diese Aufgabe, betonte sie, denn sie kam selbst als Gastarbeiterkind von Griechenland nach Deutschland und fände es faszinierend, die Kulturen miteinander bekannt zu machen. So lud auch sie nochmals ein, die Aktivitäten zu genießen, sich am Buffet zu bedienen und bei Fragen sich direkt an den Tischnachbarn zu wenden.

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