Hockenheim

Theodor-Heuss-Realschule 110 Absolventen in der Stadthalle mit viel Musik und guten Worten verabschiedet / Anerkennung für individuelle Leistung

Zeugnis ist mehr als ein Stück Papier

Neue Wege gehen die ehemaligen Zehntklässler der Theodor-Heuss-Realschule (THRS) seit Freitagabend. Nach den Sommerferien werden sie nicht mehr an die Schulbank zurückkehren, sondern sich einer bisher unbekannten Zukunft widmen. 110 junge Frauen und Männer nahmen in der Stadthalle ihr Zeugnis der Mittleren Reife entgegen. Es war ein Abend voller Erkenntnisse, Eingeständnisse und Erinnerungen.

Allein der Start zum großen Finale - zum Schlussakt der Schulzeit, wie es Robin Pitsch vom Leitungsteam formulierte - war vielversprechend. Die THRS-Band bewies Souveränität und mitreißende Kraft beim rockigen Auftakt mit dem Chart-Hit "Starving".

Sängerin Naomi Bozduman - eine der Absolventinnen der 10 c - , Percussionist Laurens Friess (6 d) und Keyboarder Robert Bär (9 d) setzten unter der Leitung von Harald Rohr und Birgit Stassen im Verlauf des Abends weitere akustische Glanzpunkte.

Ausstieg zelebriert

Augen, Ohren und Sitzfleisch forderte die gut vorbereitete Abschlussfeier, bei der aufgrund von Verschiebungen dennoch Flexibilität in der Anmoderation des Programms bei den Neuntklässlerinnen Jannika Jack und Sabrina Butz gefragt war. Ausführlich wurde der Ausstieg nach sechs Jahren THRS zelebriert, sowohl von den Abgängern als auch von den Pädagogen.

Die vier Klassenlehrer - Michael Herzog, Martina Clasen, Michael Daub und Kristin Lukey - hatten sich reichlich Mühe gemacht und eine lebendige Fotoschau zusammengestellt. Diese zeigte deutlich, wie aus Kindern in den vergangenen Jahren selbstbewusste junge Erwachsene geworden sind.

Lehrer singen zum Abschied

"Ihr geht mit eurem Abschluss Richtung Zukunft heute Nacht", setzte die gesamte Lehrerschaft singender Weise in Nena-Manier nach und erhielt dafür langen Beifall im Stehen von den scheidenden Zehntklässlern. Dass die ihre Schulzeit in der THRS trotz mancher Tiefen genossen haben, bewiesen die Präsente für die Pädagogen, die mit ehrlich gemeinten Worten garniert wurden. Sekretärin Ulrike Held vergaßen die Schulabgänger dabei nicht. "Ohne sie hätte wohl keiner von uns ein Abschlusszeugnis", merkte Paula Rudloff (10 b) an.

Ein besonderer Moment war die gesamte Feier für Held, denn für die hatte sie zum letzten Mal die organisatorischen Fäden gesponnen. Am Ende des Kalenderjahres geht sie nach 42 Jahren in den Ruhestand.

Über Schulleiter Jürgen Wolff sagte Rudloff: "Ohne ihn wäre die Schule nicht funktionstüchtig." Der gab das Lob an die Schüler zurück und stellte fest: "Ich spüre ein gutes Maß an Stolz auf das Erreichte, dazu Dankbarkeit und auch Wehmut." Anerkennung sprach Wolf allen für ihre individuelle Leistung aus und hob gleichzeitig diejenigen hervor, die während der Feier mit zusätzlichen Preisen bedacht wurden. Er selbst überreichte der Jahrgangsbesten Franziska Lhotsky (10 b) den Theodor-Heuss-Preis.

Insgesamt, so Wolf, hätten 33 Schüler ihre Mittlere Reife mit "gut", 72 mit "befriedigend" und fünf mit "ausreichend" bestanden.

OB Gummer gratuliert für Stadt

Oberbürgermeister Dieter Gummer stellte in dem Zusammenhang heraus: "Sie halten nicht nur ein Stück Papier in der Hand, sondern einen Nachweis der Kenntnisse und Fertigkeiten, die im vergangenen Jahrzehnt erreicht worden sind."

Gummer zitierte Cicero mit Verweis auf das lebenslange Lernen und machte deutlich, dass das notwendig ist, um zu sehen, was besser gemacht werden kann. "Hier werden keine Spezialisten entlassen, aber Persönlichkeiten, die das Zeug dazu haben, es zu werden", so der OB.

Glückwünsche erhielten die Absolventen im Laufe des Abends von vielen weiteren Seiten: von Vertretern der Freundeskreise Mooresville, Commercy und der THRS, des Elternbeirats und der katholischen Kirche und der Schülervertretung.

Musikalisch trugen zudem die Bläserklassen (6 c und 5 c) sowie Robert Bär als Solist am Klavier etwas zur Feier bei.

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