Hockenheim

Betreuung Satzung für städtische Kindertageseinrichtungen neu gefasst / Gebäude in Heidelberger Straße zur Verfügung

Zwischenlösung soll Mangel in der Zukunft abfangen

Archivartikel

Die Neufassung der Satzung über die städtischen Kindertageseinrichtungen ist in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates einstimmig beschlossen worden. Nötig gemacht hatten eine Neufassung die große Zahl der Änderungen in der Satzung. Dabei handele es sich allerdings großteils um Vorgehensweisen, die bereits länger umgesetzt und nur noch nicht festgeschrieben waren, wie Stefan Kalbfuss, Fachbereichsleiter Soziales, Bildung, Kultur und Sport, erklärte.

In der Erklärung der Aufgaben und Ziele sind diese konkretisiert und erweitert worden. Der Forderauftrag schließt nun offiziell die „Vermittlung orientierender Werte und Regeln“ ein. Die Förderung orientiert sich laut Satzung „am Alter und Entwicklungsstand, den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten, der Lebenssituation sowie den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes“.

Hauptwohnsitz entscheidend

Neu hinzugekommen ist ein Paragraf über das Anmeldeverfahren: Der Bedarf muss mindestens sechs Monate im Voraus über die zentrale Vormerkung angemeldet werden. Dies ist erst ab Geburt und frühestens anderthalb Jahre vor dem gewünschten Aufnahmedatum möglich. Im Punkt Aufnahme wurden diverse Kriterien festgesetzt. Kinder mit Hauptwohnsitz in Hockenheim werden vorrangig aufgenommen, Familienstand und Beschäftigungsgrad der Sorgeberechtigten spielen ebenso eine Rolle wie die pädagogische Notwendigkeit einer Aufnahme beziehungsweise eine familiäre Notsituation. Der Paragraf „Abmeldung“ wurde zu „Beendigung des Betreuungsverhältnisses“, regelt diesen Fall nun für beide Seiten detaillierter.

Sanierung verschoben

Ebenfalls einstimmig beauftragte der Gemeinderat die Stadtverwaltung, eine Interimslösung für die Kinderbetreuung im alten Gebäude des Bossert-Kindergartens, Heidelberger Straße 91, zu prüfen. Nach dem Auszug des zwischenzeitlich dort untergebrachten katholischen Kindergartens St. Josef (wir berichteten) sollte dieses Gebäude eigentlich saniert werden.

Nach aktueller Betrachtung der Jahrgangszahlen würden bis 2023 114 Kinder über drei Jahren keinen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung bekommen können. Mit einer Interimslösung in der Heidelberger Straße könne dem – zusätzlich zum Neubau in der Albert-Einstein-Straße – entgegengewirkt werden. Der Bau der neuen Einrichtung des Vereins Postillion soll im Zeitraum 2019/20 verwirklicht werden. Bis dieser Bau fertig ist, könnte der Verein nun einen Kindergartenbetrieb im alten Bossert-Kindergarten aufziehen und müsste später nur noch Umziehen. Die bereits geplante Sanierung sei, so die Verwaltung, nicht zwingend nötig und könne bis auf einige Ausbesserungsarbeiten verschoben werden. sb

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