Ketsch

80 Plastiktüten im Bauch

Caspar Oesterreich hat Angst vor der Umwelt-verschmutzung

Für satte 37 Kilogramm Plastikmüll ist jeder von uns im Durchschnitt pro Jahr verantwortlich. Knapp die Hälfte wird recycelt, der Rest überwiegend zur Energiegewinnung verbrannt. Weltweit sieht die Bilanz weitaus schlechter aus und viel Kunststoff endet in den Meeren.

Rund eine Million Seevögel und 100 000 Meeressäuger verenden daran pro Jahr. Dass im vergangen Sommer bei einem gestrandeten Grindwal in Thailand bei der Obduktion 80 Plastiktüten im Magen gefunden wurden, macht betroffen – ich persönlich habe Angst vor dem Ausmaß der Umweltverschmutzung.

Jeder von uns sollte darauf achten, so wenig Plastik wie möglich zu verbrauchen. Obst und Gemüse haben durch ihre Schale einen natürlichen Schutz und müssen nicht extra verpackt oder in Einwegtüten nach Hause getragen werden. Zum Glück reagieren die Händler mittlerweile darauf: Rewe hat da zum Beispiel mit seinem Mehrweg-Frischenetz einen guten Ansatz gefunden. Beim Globus kann man sich zudem Fleisch, Fisch und Käse an den Theken in mitgebrachte Boxen verpacken lassen. Besonders gefreut habe ich mich dort, als ich einen Bund Schnittlauch kaufte. „Verpackung und Etikett sind kompostierbar“, stand auf der Klarsichtfolie geschrieben. Möglich machen das Biopolymere, hergestellt aus Mais oder Kartoffeln. Weiter so!

 
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional