Ketsch

Umweltstammtisch und Sonnenernte Stephan Geßner legt beim Stadtradeln als Bester im Ketscher Team 375 Kilometer zurück

Über zwölf Mal um den Globus

Ketsch.Der Rhein-Neckar-Kreis hatte die Teilnahme auch von Ketschern am Stadtradeln vor einigen Wochen erstmals ermöglicht. Deshalb meldeten der Umweltstammtisch und der Verein Sonnenernte ein offenes Team an, damit Interessenten aus der Enderlegemeinde ihre gefahrenen Fahrrad-Kilometer vom Samstag, 9. Juni, bis Freitag, 29. Juni erfassen konnten. Ohne die Kommunen Hockenheim, Brühl und Schwetzingen, die sich mit eigenen Mannschaften am Wettbewerb beteiligten, legte das kreisweite Team mit 2255 Teilnehmer insgesamt 489 174 Kilometer mit dem Fahrrad zurück und vermieden dabei 69 463 Kilogramm Kohlendioxid. Die Berechnung basiert auf einem Wert von 142 Gramm des CO2 pro Person und Kilometer.

Die insgesamt vom Kreisteam zurückgelegte Strecke beim Stadtradeln entspricht der 12,21-fachen Länge des Äquators. Das offene Team „sonnen_umwelt“ radelte davon mit seinen elf angemeldeten Teilnehmern 2077 Kilometer.

Trend zeigt klar nach oben

Bei der feierlichen Siegerehrung erinnerte Matthias Ihrig, zweiter Vorsitzender des Umweltstammtischs daran, dass 1990 das Klimabündnis, ein europäisches Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen, zum Schutz des Weltklimas gegründet wurde. Inzwischen ist das Netzwerk mit über 1700 Mitglieder in 27 Ländern Europas aktiv.

Am Stadtradeln nahmen vor zehn Jahren nur 23 Kommunen teil, 2017 waren es 620 Kreise, Städte und Gemeinden. 2013 wurden 13 Millionen Kilometer geradelt, 2017 waren es fast 42 Millionen, blickte Ihrig in die Statistik. „Mit der Kampagne steht Kommunen und Umweltvereinen eine bewährte, leicht umzusetzende Maßnahme zur Verfügung, um in der Öffentlichkeitsarbeit für nachhaltige Mobilität aktiver zu werden“, unterstrich das Vorstandsmitglied. Beim Wettbewerb traten Teams aus Kommunalpolitikern, Schulklassen, Vereinen, Unternehmen und Bürgern für Radförderung, Klimaschutz und eine höhere Lebensqualität in die Pedale.

An die fleißigsten der aus Ketsch beteiligten Radler überreichte Matthias Ihrig entsprechende Siegerurkunden. Auf Platz eins steht Stephan Geßner mit 375 Kilometern. Für 283 Fahrrad-Kilometer erhielt Heinz Eppel die Urkunde des Zweitplatzierten und Dr. Jörg Läppchen für 233 Kilometer die des Dritten.

Spaß trifft auf Klimaschutz

Nach der Siegerehrung wurde noch ausgiebig diskutiert. Bei der Teilnahme am Stadtradeln und allgemein beim Fahrradfahren werteten die Teilnehmer Klimaschutz, Spaß, Gesundheitsförderung und Mobilität als sehr wichtigen Aspekt. Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstünden im Verkehr, sogar ein Viertel der Kohlendioxid-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr, so der Tenor.

„Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Kommunen mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich im Jahr etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden“, errechnete Ihrig. zg

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