Ketsch

Jugendbeirat Gemeindeverwaltung erfüllt Wunsch und richtet an insgesamt neun Stellen kostenloses Wlan ein / Förderprogramm „WiFi for EU“ in Anspruch nehmen

Überall surfen – Hotspots am Badestrand, Markt- und Waldsportplatz

Ketsch.Über diese Nachricht freuten sich nicht nur die Jugendbeiräte als Initiatoren, sondern es freuen sich auch all jene, die es nutzen werden: Künftig gibt es an neun Stellen im Ortsgebiet Wlan Hotspots. Damit wird fast flächendeckend freies Internet möglich sein.

Bereits im vergangenen Jahr hatten die jugendlichen Berater der Gemeindeverwaltung das Thema aufgebracht und angeregt, insbesondere an Bushaltestellen und abgelegenen Orten solche Einlog-Stellen für das Internet einzurichten. Dies solle der Sicherheit dienen, denn allzu oft stünden Jugendliche – ohne entsprechendes Datenvolumen auf ihren Mobiltelefonen – an Bushaltestellen, die zu dieser Uhrzeit nicht mehr angedient werden. Wer sich dann keine Hilfe von Freunden und Verwandten rufen kann, habe schlechte Karten, befanden die Jugendlichen.

Die Verwaltung griff die Anregung auf und beschloss, die Idee gemeinsam mit der EnBW zu prüfen. „Wenn wir so etwas machen, dann richtig und flächendeckend“, sagte Hauptamtsleiter Ulrich Knörzer. Man prüfte daraufhin die technischen und monetären Voraussetzungen einer Installation und des Betriebes. Am 5. März beriet der Bauausschuss des Gemeinderates und legte nur wenige Tage später die neun künfigen Hotspots in der Kommune fest.

In den nächsten Tagen sollen die endgültigen Kosten ermittelt werden. Eine Installation kann zwischen 850 und 1600 Euro kosten. „Wir gehen von 850 bis 1000 Euro aus“, so Knörzer, der noch 29 bis 60 Euro je nach Standort für den monatlichen Betrieb einkalkuliert. Die Kosten könnten durch ein Förderprogramm der EU beglichen werden. „WiFi for EU“ heißt es und bedeutet „ein Windhundverfahren“, so Knörzer, „dennoch werden wir es ausprobieren“. Die Mitglieder des Jugendbeirates quittierten in ihrer jüngsten Sitzung diese zeitnahe Umsetzung eines großen Wunsches mit einem dicken Lob an die Verwaltung. „Die Standorte gehen in die richtige Richtung“, sagte David Ichon und auch Moses Ruppert lobte die finanziellen Rahmenbedingungen. Einzig die Nutzungszeiten müssten noch diskutiert werden.

Eingeschränkte Nutzungszeiten

Die Verwaltung geht davon aus, dass an manchen Standorten diese eingeschränkt werden, um Störungen im Umfeld zu vermeiden. Moses Ruppert meinte: „Wir würden uns das gerne erst einmal ansehen. Denn wir wollen nicht so autoritär mit den Jugendlichen umgehen, sondern Vorteile schaffen. Wir glauben immerhin daran, dass sich die Jugendlichen benehmen.“ Dass es nun gleich neun Hotspots werden, freute den Jugendbeirat, der selbst fünf Orte angeregt hatte. Nun müssten noch Hotspot-Hinweistafeln aufgestellt werden. ak

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