Ketsch

Abschiede mit Wehmut

Archivartikel

Gert Häusler über Veränderungen die unser Lebensgefühl berühren

Die Jahresrückblicke in Zeitungen und Magazinen, ebenso wie in Radio und TV, erinnern mit so manchem Abschied an die Vergänglichkeit unseres Daseins. Wobei wir Abschiede häufig ganz unterschiedlich empfinden. Kommt doch gelegentlich sogar Erleichterung auf, wenn damit unangenehme Erinnerungen verbunden waren und es „endlich vorbei ist“ und man den berühmten Haken dran machen kann, sind andere Abschiede sehr schwer. Ein geliebter Mensch oder ein persönliches Vorbild muss endgültig die Welt verlassen.

Mit Wehmut können auch andere Abschiede verbunden sein: Vertraute, beliebte und respektierte Menschen verabschieden sich aus der bisher gemeinsamen Region oder scheiden aus dem Berufsleben aus. In Berufen, die viel mit Menschen zu tun haben, sind es dann nicht nur die Kollegen, sondern auch Patienten, Mandanten und Kunden, die sich auf einmal etwas verlassen fühlen. Dies gilt insbesondere für Berufe, bei denen es ans „Eingemachte“ geht, sei es auf sachlicher Ebene wie dem vertrauten Steuerberater und Anwalt oder ganz „intim“ beim persönlichen Arzt. Kennt doch der oft über Jahre, manchmal Jahrzehnte vertraute Arzt, all’ die Geheimnisse des Körpers und oft auch der Seele.

Deshalb ist es für viele Patienten eine Zäsur, wenn wie jetzt in Ketsch, mit dem Praxisgründer Dr. Georg Wild und einer langjährigen ärztlichen Kollegin Dr. Gertrud Hermann, gleich zwei wichtige Bezugspersonen ausscheiden. Es sei den Beiden ein erfüllter Ruhestand gegönnt und den Nachfolgern ist zu wünschen, eine gute Bindung zu den zahlreichen „Hinterbliebenen“ aufzubauen.

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