Ketsch

Katholische Gemeinde Firmanden auf Tour zum Blausee

Aktiv werden am „Sunday for Future“

Archivartikel

Ketsch/Region.Wie sich bis heute an Freitagen junge Menschen unter dem Motto „Fridays for future“ durch Demos und andere Aktionen für den Klimaschutz einsetzen, so könnte dies eigentlich auch jeden Sonntag für Christen in den Kirchengemeinden gelten, findet Pastoralreferent Fabian Frank. Schließlich sei der Sonntag der „Tag des Herrn“, also der Tag, an dem Gott ruhte, weil er zuvor einen guten Job gemacht hatte – er hat die Welt und alles darauf gut geschaffen (Gen 1,31ff). „Wenn wir derzeit die Feld- und Baumfrüchte beziehungsweise deren neuen Saft genießen, können wir dieser Haltung Gottes eigentlich nur zustimmen.“

Dennoch sei es unstrittig, dass vor allem derzeit eben nicht alles gut sei mit Gottes Schöpfung. Die wochenlangen Waldbrände in den USA, in Spanien und Brasilien zeigten es: Niemals zuvor tangiere der Klimawandel auf so besonders tragische Weise. „Deshalb sollten wir vielleicht nicht ruhen, weil alles so gut ist, sondern aktiv werden, um den Tag des Herrn zu begehen“, formuliert der Pastoralreferent der katholischen Kirchengemeinde.

Eine kleine Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsender hat beim Auftakt zur neuen Firmvorbereitung im Dekanat genau dies versucht. Die Firmanden sowie jungen Erwachsenen machten sich mit dem Fahrrad und mit dem Auto von Brühl, Ketsch und aus den Pfarreien Leimen, Sandhausen und Nußloch auf den Weg zum Blausee nach Altlußheim.

Nachdem sie bereits während der Fahrt die Natur in ihrer Pracht erlebten, ging es beim anschließenden Open-Air-Gottesdienst darum, aktiv zu werden. So wurden die fünf Merkwörter „ride“ (lieber Fahrrad statt Auto fahren), „rail“ (Fernstrecken lieber mit der Bahn statt mit dem Auto), „regional“ (lieber regional produzierte Lebensmittel konsumieren), „reduce“ (Plastikmüll reduzieren) und „replant“ (mithelfen, die Wälder wiederaufzuforsten) gefunden.

Dem Klimawandel entgegentreten

Durch die Ausrichtung des Lebens nach diesen Grundsätzen, könnten Klima und Umwelt gleichermaßen bewahrt und dem Klimawandel entgegengetreten werden, hieß es. Einige setzten das neue Motto „plant for the planet“ sogleich um und pflanzten während des Gottesdienstes ein erstes Bäumchen. Die Stiftung könne jeder unter www.plant-for-the-planet.org unterstützen, teilt Fabian Frank abschließend mit. zg

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