Ketsch

Aller Maske ist schwer

Archivartikel

Haben Sie schon Ihr Selfie mit Maske rundverschickt? Erstens kann man damit dokumentieren, ob man nur der Pflicht genügt oder diese womöglich zur Kür gemacht hat, indem man sich die Maske passend zum Restoutfit beispielsweise zugelegt hat. Zweitens muss man ja erkannt werden können, wenn man sich beim Einkaufen oder im Bus trifft – sonst bleibt man eventuell auch nach Corona ohne soziale Kontakte. Denn wer das Grüßen vergisst, wird vielleicht als hochnäsig abgestempelt.

Apropos hohe Nase: Dass sich am ersten Tag der Maskenpflicht noch nicht jeder mit dem Ding angefreundet hat, war bei manchem „Unter-Nase-Träger“ zu vermuten. Soll die Maske einigermaßen wirken, muss sie freilich auch über die Nase.

Gewöhnungsbedürftig ist auch das surreale Bild an Bushaltestellen, wenn mal gut die Hälfte aussteigt, also ein Schwung von echten Maskenträgern die Szenerie belebt. Sie wirken in ihrer Gesamtheit noch wie Außerirdische, zumindest neigt man zur Fehlinterpretation, hier könnte eine Gruppe von Gästen aus dem Ausland angekommen sein. Wird einem Gewahr, dass alles dem Virus geschuldet ist, ist es flugs weniger witzig.

Witzig war allerdings der Mann, der sich gleich eine Zigarette anzünden wollte und nicht mehr an das Mund-Nase-Teil dachte. Die Rauchware wollte partout nicht in den Mund. Und cool sind all jene, die den Gummi der Maske nur über einem Ohr tragen, den Rest legere hängen lassen, ehe sie wieder in ein Geschäft oder in den Bus gehen.

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