Ketsch

Baden ist 3 Euro wert

Archivartikel

Egal, ob es nun ein Bädersterben gibt oder nicht – seit 2000 seien es etwa zehn Prozent, die schlossen, sagt Fritz Schramma, Präsident der Deutschen Gesellschaft für das Bäderwesen – das Baden in Ketsch ist ausgesprochen günstig. Das gilt auch für die Zeit nach der Preiserhöhung.

Seine Attraktivität verdankt das Ketscher Freibad nicht allein dem Wellenbecken, Brühl hat zum Beispiel eine längere Rutschbahn, Schwetzingen und Hockenheim sind größer, mit umfassenderem Gesamtpaket. Das Ketscher Bad verdankt seine Attraktivität auch seinem (günstigen) Preis. Das weiß jeder, der seine Familie bei 30 Grad mal in Schwetzingen, Hockenheim oder auch Speyer ausgeführt hat – da geht ein Freibad-Tag mächtig auf den Geldbeutel – bei einer moderaten Alternative in Ketsch.

In der Ratssitzung haben zwei Damen die unverhältnismäßige Preiserhöhung moniert, die vor allem Rentner träfe, just jene, „die das Bad tragen“. Es stimmt, es trifft sie unverhältnismäßig. Aber die Rentner, die den Badbesuch nicht zuletzt wegen des sozialen Aspekts zu schätzen wissen, tragen das Bad nicht. Es ist und bleibt ein Drauflegegeschäft. Den größeren Beitrag zur Deckung der Kosten entfällt sogar auf die Tagesbesucher.

Wer die neue 50er-Karte für 150 Euro erwirbt, geht für 3 Euro ins Bad. Das sollte mir meine Fitness und mein Wohlbefinden, die Möglichkeit, mich mit Freunden und Bekannten zu treffen, wert sein. Die 50er-Karte sollte man aber in kürzeren Zeiträumen verteuern: von 96 auf 150 Euro haut einen mal kurz um.

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