Ketsch

Ball liegt bei Vereinen

Archivartikel

Es ist für den Amateurfußballer gerade nicht ganz einfach: Während die Profis wieder dem Ball nachjagen dürfen, muss er selbst bei bestem Wetter und angesichts von Plätzen mit Wiesen, die saftig, jedenfalls bestens erholt daliegen, das Leder links liegen lassen – die jüngste Corona-Verordnung macht allerdings Auflagen für ein Training im Freien, die superschwer zu erfüllen sind.

Dennoch liegt der Ball bei den Vereinen, auf die mehr oder weniger Druck ausgeübt wird. Denn so manche Elternschaft versteht nicht, warum es nach den jüngsten Lockerungen nicht wieder losgeht – auch mit dem Fußball im Heimatverein. Denn die Leichtathleten bei der TSG zum Beispiel gehen ja auch wieder ihrem Sport nach.

Die Konzepte für ein Fußballtraining liegen meist auch schon in der Schublade. Doch in der Gesamtheit der Auflagen, die es zu erfüllen gibt, liegt noch die Krux. Der Sportvereinigung 06 würde zum Beispiel ein „Hygienebeauftragter“ gut zu Gesicht stehen. Der könnte sich darum kümmern, wer beim Training gerade alles auf den drei Plätzen des Vereins zugegen ist. Fein säuberlich notiert, damit eine etwaige Infektionskette nachvollzogen werden kann. Doch einen Hygienebeauftragten hatte selbst Drittligist SV Waldhof Mannheim längere Zeit nicht.

Wem es zu langsam geht, der kann mal darüber nachdenken, ob er oder sie die Verantwortung übernehmen würde, wenn sich beim Training ein Kicker mit Corona infiziert und die gesamte Anlage womöglich für Wochen in die Quarantäne muss.

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