Ketsch

MSC 42. Enderle-Motorradfahrertreffen findet am Wochenende statt / Rückblick auf fast 70 Jahre Vereinsgeschichte

Biker laden zum Zelten ein

Ketsch.Idyllisch und ruhig ist es auf dem Vereinsgelände des Motorsportclubs (MSC), doch schon dieses Wochenende werden rund 90 Motorsportfreunde und Gäste zum traditionellen Enderle-Motorradfahrertreffen auf der schön angelegten Anlage in der Nähe des Ketscher Anglersees erwartet. Dort wird der Verein die Gäste verpflegen, es wird gezeltet und man verbringt eine gesellige Zeit miteinander.

„Das Enderle-Motoradtreffen, unser Oldtimertreffen am 1. Mai (Dieses Jahr umfasste das Treffen 400 Fahrzeuge, unsere Zeitung berichtete, Anm. d. Red.) und das Opel- GT-Treffen, bei dem wir als Mitorganisatoren die Bewirtung übernehmen, sind die größten Veranstaltungen, die wir im Jahreszyklus stemmen. Dazu kommen noch vereinsinterne Veranstaltungen wie unser Glühweinfest und unsere Weihnachtsfeier. Dort ehren wir unsere Clubsieger, die über das Jahr Punkte sammeln können. Diese gibt es für den Besuch von Motorradtreffen, Motorsportveranstaltungen, Motorsportmuseumsbesuche und gefahrene Kilometer, aber auch der Arbeitseinsatz für den Verein wird mit Punkten honoriert“, berichtete Reiner Kurz, seit 1996 Vereinsmitglied und seit 2002 Vorsitzender beim MSC.

„Ansonsten steht das Tourenfahren seit den 1970er Jahren im Vordergrund und wir fahren jedes Jahr Motorradtreffen in Deutschland, Österreich, Frankreich und Holland an und verbringen dort schöne Wochenenden, denn man kennt sich einfach. So fühlen sich die Zusammenkünfte fast wie Familientreffen an und bei den Treffen, die wir besuchen, geht es eher gediegen zu“, beschreibt Kurz die Atmosphäre.

Altersdurchschnitt über 50

Im Verein gibt es aktuell rund 80 Mitglieder von denen zehn noch aktive Fahrer sind. Der Altersdurchschnitt läge bei 50 plus, die ältesten Mitglieder seien schon 80 und älter. „Dazu gehört auch Dieter Schmidt, der in den Anfängen des Vereins 1952 einer von rund 15 aktiven Rennfahrern war“, erinnert sich Heiner Berger, Kassenwart und Mitglied seit 1971. „Damals nahm der MSC an Motorradrennen und Sandbahnrennen teil. Schmidt selbst fuhr mit dem Gespann bei Sandbahnrennen mit, außerdem hatten wir in den 1970ern in Richtung Hockenheim ein Gelände für Motocross zur Verfügung, das war was Besonderes und hat sich in der damaligen Mitgliederzahl von 160 widergespiegelt“, ergänzte Berger.

Das mit 900 Quadratmetern große und überaus gepflegte Vereinsgelände gab es damals noch nicht. „Als 1967 der MSC Ketsch sehr erfolgreich beim Sandbahnrennen in Altrip war, hatte der damalige Bürgermeister Ferdinand Schmid in der Festschrift zwar erwähnt, dass es unbedingt ein Gelände für den Verein geben müsse, aber bis wir hier den ersten Spatenstich machen konnten, dauerte es 40 Jahre – bis 2007.“ Maßgeblich für die Zusage der Nutzung des heutigen MSC Areals haben sich bei der 50-Jahr-Feier 2003 und des dafür initiierten Oldtimertreffens in der Rheinhalle Rainer Meinhardt, Reiner Kurz und Heiner Berger eingesetzt. Heute freue man sich über ein gepflegtes Gelände, das mit einem Vereinsheim, einer Garage, einem Unterstand und einer Sanitären Anlage alles bietet, was man für ein Motorradtreffen benötigt. Auch Nistkästen für Vögel und ein Bienenhotel haben ihren Platz auf dem Gelände des MSC gefunden.

Menschen im Vordergrund

Für die Instandhaltung sorgen die Vereinsmitglieder im Wechsel und sind zurecht stolz auf ihren „schönsten unbewirtschafteten Biergarten in Ketsch“, wie sie das Gelände gerne bezeichnen. „Bei uns im Verein ist jeder willkommen. Ob Motorradfahrer oder Autofahrer unabhängig von der Marke, wer den Motorsport liebt, ist hier gerngesehen, denn die Menschen stehen im Vordergrund“, ergänzte Reiner Kurz. Der Mitgliedsbeitrag liegt bei monatlich 5 Euro für aktive und 3 Euro für passive Mitglieder – einmal im Monat finden Treffen statt. „Vor allem über Nachwuchs würden wir uns im Verein freuen“, so Kurz. Vielleicht entdeckt der ein oder andere beim Besuch des Treffens, dass er etwas „Benzin im Blut hat“ und schließt sich dem Verein an.

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