Ketsch

Hungermarsch Aktion bringt über 48 000 Euro für mehrere Hilfsprojekte rund um den Globus

Bitte um mehr Licht in einer dunklen Welt

Archivartikel

Ketsch.Das erfreulichste unter den Treffen der „Hungermarschierer“ ist der alljährliche „Erntedank“, an dem die Höhe der Spenden verkündet wird, sind sich die Aktiven der Gruppe erkennbar einig. Zu diesem Anlass begrüßte Kurt Gredel, Sprecher der Ketscher Eine-Welt-Gruppe, seine Mitstreiter aus Brühl, Oftersheim, Plankstadt und Schwetzingen.

Sein einleitendes Gebet, die Bitte um „Licht in der Dunkelheit der Welt“ wies auch auf die langen Wege der Sammler zu ihren Spendern hin. Marianne Faulhaber schloss an. Sie dankte allen, die über die Medien Kontakt mit den Menschen der Region aufrechterhalten haben.

Besondere Anerkennung und viel Applaus gab es nun für Waltraud Scherer, die Schatzmeisterin. Sie verkündete ein neues Spitzenergebnis: „Mit Mühe, ihrem Lächeln und ihrer Liebe haben Sammler und Spender 48 101 Euro zusammengetragen“.

Dieser Geldbetrag werde nun an die Partner vor Ort weitergeleitet. Das seien im Einzelnen die Franziskaner in St. Johannesburg, das Kinderrechtswerk Afrika, die Schwestern vom Kostbaren Blut, die Benediktiner in Tansania, die rumänische Caritas und die burkinische Gemeinde Dourtenga. Die Spendengelder würden Not und Elend lindern, sie helfen Kindern, in ihren Staat hineinzuwachsen und sind damit Ausdruck einer weltweiten Solidarität, die unverzichtbar für das Leben der Menschheit sei.

Insgesamt übersteige diese Vielfalt den ursprünglichen Namen der Aktion „Hungermarsch“, fand Martina Kohl, man brauche künftig einen deutlicheren Namen. Renate Dvorak schlug „Tag für Solidarität“ vor und Kurt Gredel verband dieses Motto mit dem bisherigen Namen. Die Oftersheimer um Paul und Waltraud Scherer, Ralf Vogt und Gerhard Fink werden also für den 28. Juni 2020 zum „ Tag der Solidarität – 37. Hungermarsch“ einladen.

Weiter unter neuem Namen?

Der Vorschlag des Leiters der Pfarrei Brühl/Ketsch, Pfarrer Erwin Bertsch, den Tag wegen der Hitze und der vielen sommerlichen Feste in die Fastenzeit zu legen, bleibt auf der Tagesordnung. Die Hungermarschierer werden also weiter beraten, auch über den ökumenischen Charakter, besonders die deutlichere Einbeziehung der evangelischen Mitchristen in die Aktion.

Für die nächste Zeit stehen andere Temine im Vordergrund, so das Wochenende der Eine-Welt-Gruppe St. Sebastian in Ketsch vom 23. bis 25. November, und der 27. Januar 2020, an dem der 37. Marsch im St. Josefshaus Oftersheim vorbereitet wird. sr

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