Ketsch

Im Porträt Ulrike Trusch ist über ihre Tochter zum Vorlesen gekommen / Seit einem Jahr im Team der Paten

„Bücherei ist ein Stück Lebensqualität“

Archivartikel

Ketsch.Wenn man Ulrike Trusch fragt, welches der absolute Klassiker im Bereich Kinderbuch ist, braucht die Mutter einer 14-jährigen Tochter nicht lange überlegen: „Ganz klar, die Reihe Briefe von Felix. Die Geschichten begeistern die Kinder immer wieder und die ‚echten Briefe’ in den Büchern sind das Highlight, denn viele Kinder kennen es gar nicht mehr, dass Briefe mit Erlebnissen geschrieben werden.“

Die gelernte Bankkauffrau ist noch recht neu im Team der Vorlesepaten und lebt seit zwei Jahren in der Enderlegemeinde. „Als ich hierher gezogen bin, habe ich bewusst nach einer Aufgabe als Vorlesepatin gesucht und bin direkt fündig geworden. Als meine Tochter klein war habe ich ihr viel vorgelesen und es hat mir einfach Spaß gemacht, das wollte ich beibehalten. Das Team in der Gemeindebücherei ist so herzlich. Und dass Ketsch eine Bücherei hat, ist ein Stück mehr Lebensqualität hier“, erklärte die 50-Jährige, die in der Gemeindebücherei am Mittwochnachmittag und auch im Kindergarten Villa Sonnenschein immer begeistert von den kleinen Zuhörern erwartet wird.

„Gerne lese ich aus Büchern mit Bildern, hier entsteht schnell eine große Identifikation mit dem Inhalt für die Kinder. Ob es Geschichten sind, in denen es um Freundschaft geht oder themenbezogene Bücher. Die Kinder tauchen ein in die Welten und lassen sich komplett auf den Inhalt ein. Und das spontane Kinderlachen, das ist einfach wundervoll“, berichtete die Vorlesepatin.

Lesekultur weitergeben

Aus ihrer Sicht werden Bücher immer eine Relevanz haben, solange die Lesekultur weitergegeben werde. „Und wenn ich beobachte, dass sich die Kinder nach dem Vorlesenachmittag selbst Bücher ausleihen, dann freut mich das umso mehr“, ergänzte sie. Was Lesen für sie persönlich bedeute, erklärte Ulrike Trusch wie folgt: „Ich kann den Alltag loslassen und mir Freiräume schaffen. So entsteht Lebensfreude. Mal gibt es Zeiten, in denen ich mehr lese, dann wieder weniger. Ich lese gerne Bücher, die in anderen Ländern spielen, auch nach längerer Zeit mal wieder dasselbe Buch, denn man entdeckt dabei immer Neues.“ Ihr Buchtipp für alle, die gerne mal in andere Umgebungen eintauchen, ist „Der Traumfänger“ von Marlo Morgan und „Mallorca, ein Jahr“ von Heinrich Breloer und Frank Schauhoff.

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