Ketsch

KG Narrhalla Tauschobjekte der Kampagne thematisieren Baustellensituation und Lieblingsgeschichte von Valentina I.

Bürgermeister-Antwort wie bestellt

Archivartikel

KETSCH.Die heiße Phase der fünften Jahreszeit hat begonnen. Bis zum Aschermittwoch am 6. März gibt es für alle närrischen Abordnungen den Jahresorden und das Emblem der Prinzessin bei allen Ordensrunden. Hinter den kunstvoll gestalteten Metallplättchen steckt eine ganz eigene Geschichte.

Im Jahresorden der „Narrhalla“ sind zwei Themen kombiniert, die zuvor aus der Runde der Narrhallesen vorgeschlagen worden waren. Ordenserschaffer Dirk Berger erinnert sich daran, dass der neue Komitee-Wagen nach wie vor ein Thema ist, dazu gesellte sich die noch immer andauernde Baustellenproblematik in der Enderlegemeinde und der damit veränderte Zugweg.

Als Einzelthemen war beides nicht recht überzeugend. Der zweite Vorsitzende Michael Patyi sinnierte über einen Leitspruch und zauberte: „Leitet man wieder den Umzug um? Bald fahren wir um Ketsch drumrum.“ Damit war die Idee zum neuen Orden geboren.

Schicker Komitee-Wagen

Ein schicker neuer Komitee-Wagen und wir wissen noch nicht, wie er in diesem Jahr seine Jubeltour durch Ketschs Straßen finden wird – das Thema war gefunden. Um die grundlegenden Fakten zu erfahren, wurde Bürgermeister Jürgen Kappenstein angefragt, wie der Stand der Baustelle sei, auf welchem Weg denn 2019 der Umzug fahren solle. Schulterzuckend antwortete er: „Das weiß ich noch nicht.“ Er konnte nicht ahnen, dass genau das die Antwort war, die bei Dirk Berger auf fruchtbaren Boden fiel und bestens in sein Ordenskonzept passte. Mit einer Fahrt zur Firma Laib nach Eisingen wurde der Prototyp des Ordens erstellt, die hundertfache Ausfertigung beauftragt. Leicht schräg hängt der schmucke Wagen als tragendes Element des Ordens da, sucht seinen Weg am Bauschild vorbei. Der jubelnde Fasnachtspräsident hält ein Banner auf dem geschrieben steht: „Leitet man wieder den Umzug um? Bald fahren wir um Ketsch drumrum!“ Das Motto gilt wohl als Fingerzeig, dass die Bauarbeiten endlich einmal dem Ende zugehen sollten, vielleicht in der Session 2019/2020 wieder der ursprüngliche Umzugsweg gewählt werden kann.

„Alice im Wunderland“

Prinzessin Valentina I. aus dem Hause Wagner ist die amtierende Prinzessin und hält einen zauberhaften Orden zum Tausch parat: In Anlehnung an ihre Lieblingsgeschichte von „Alice im Wunderland“ hat sie mit einem „sehr guten Freund“, so erzählt Valentina I., das Emblem ausgearbeitet.

Am linken unteren Rand ist das Kaninchen mit seiner Uhr unterwegs, das in der Geschichte meint, immer zu spät zu kommen. Auf der rechten Seite gegenüber schmiegt sich die Grinsekatze mit ihrem Leitspruch „Were all mad here“, was so viel heißt wie „Wir sind hier alle verrückt“, an den ovalen Spiegel.

„Verrückt“ auf Regentschaft

In dessen Zentrum ist ein Bild der Tollität selbst zu sehen. Sie ist gekrönt mit dem Hut des „Verrückten Hutmachers“, der als Träger des Schriftzugs „KG Narrhalla Ketsch“ dient. Die Kampagne 2018/2019 versteckt sich dagegen in Zahlen am unteren Spiegelrand. Sie selbst sei „verrückt auf ihre Regentschaft“, erklärt Valentina I., deshalb sei die verrückte Geschichte um Alice im Wunderland auch genau passend, weil sie ihr eigenes Erleben dieser Zeit widerspiegelt.

In der Faschingszeit laufen die Uhren bekanntlich anders und Konventionen werden außer Kraft gesetzt. Und im Wunderland ist alles möglich, dort gelten keine Regeln, dort sind Zeit und Raum relativ und geraten ins Wanken. Weil im Alltag tatsächlich nur wenig Zeit bleibt, um Verrücktheiten auszuleben, ist für Valentina I. „ihre“ Kampagne genau richtig, um der Fantasie freien Lauf zu lassen und sie ein wenig mit eigener Verrücktheit sowie als verrückte Zeit an sich zu erleben. zesa

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