Ketsch

Deutscher Handball-Pokal Ketscher Kurpfalz-Bären müssen morgen nach Bietigheim zur dortigen Bundesliga-Reserve

"Da müssen wir sehr auf der Hut sein"

Nach einem sehr vielversprechenden Auftakt in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen mit 6:2 Punkten und dem dritten Tabellenplatz geht es für die Kurpfalz-Bären der TSG Ketsch nun erst einmal in die zweite Runde des deutschen Handball-Pokals. Gegner ist am morgigen Sonntag (16.30 Uhr) die zweite Mannschaft des amtierenden deutschen Meisters SG BBM Bietigheim.

Was auf dem Papier eher wie eine einfachere Aufgabe aussieht, kann sich für Ketsch zu einem gefährlichen Abenteuer entwickeln. Denn Bietigheims "Zweite" spielt in der 3. Liga und hat zuletzt durch zwei beeindruckende Erfolge über die Titelkandidaten Allensbach (26:19) und Haunstetten (24:20) aufhorchen lassen. Insbesondere der Auswärtssieg gegen Haunstetten - das ein starker Gegner für die Kurpfalz-Bären in der ersten Pokalrunde dargestellt hatte - war eigentlich von niemandem erwartet worden.

Talente wollen sich beweisen

Das Team der SG ist nicht als eine Sammlung von Handballerinnen zu verstehen, die den Sprung in die mit vielen Nationalspielerinnen aus mehreren Ländern gespickte Meistermannschaft nicht geschafft haben und daher weniger im Rampenlicht stehen. Ganz im Gegenteil: Hier hat Trainer Hans Christensen ein Ensemble von ehrgeizigen Nachwuchstalenten zur Verfügung, die darauf brennen, sich möglichst bald für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Der überwiegende Teil der Spielerinnen hat den Sprung in die Jugend- und Junioren-Auswahlmannschaften des Deutschen Handball-Bundes geschafft. Zuletzt wurde Jana Scheib mit dem deutschen U16-Team Europameisterin.

Trainerin Katrin Schneider, die am Montag zum zweiten Mal an der Schulter operierte wurde, wird an ihr Team appellieren, dass es gegen die "jungen Wilden" von BBM um mehr als ein Freundschaftstreffen geht. Denn schaffen die Bären die dritte Pokalrunde, dann befinden sie sich im Lostopf mit den attraktivsten deutschen Mannschaften und mit etwas Glück kann die heimische Neurotthalle zum Schauplatz eines echten Leckerbissens werden.

Die Fans würden sich sicherlich freuen, Mannschaften wie Thüringer HC, TuS Metzingen, SV Buxtehude, Bayer Leverkusen oder Bietigheims "Erste" in Ketsch zu bewundern. Auch ein Lokalderby mit Bensheim/Auerbach wäre möglich. ihb

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