Ketsch

Johanneskirche Letzte Synode der Südlichen Kurpfalz vor den Kirchenwahlen / Bezirk übernimmt mehr Verantwortung

Dank und Zuspruch im Mittelpunkt

Archivartikel

Ketsch.Das macht Kirche aus: Menschen fühlen sich angesprochen, machen mit, bringen ihre Fähigkeiten, ihren Glauben, ihre Freude, ihre Ideen und ihre Tatkraft ein, damit es weitergeht und auch andere sich angesprochen fühlen von der befreienden Botschaft Gottes zum Leben – bei der letzten Bezirkssynode Südliche Kurpfalz vor den Kirchenwahlen in Ketsch ging es vor allem um Dank und Zuspruch.

In den vergangenen sechs Jahren haben die Synodalen des Kirchenbezirks Südliche Kurpfalz viel geschafft und vorangebracht. Dekanin Annemarie Steinebrunner bedankte sich bereits im Synodengottesdienst bei den Vertretern aller Kirchengemeinden der Südlichen Kurpfalz, die sich einbringen und mitentscheiden auch auf Bezirksebene.

Die Kirche in Ketsch kam zum Klingen. „Lobe den Herrn meine Seele und seinen heiligen Namen. Was er dir Gutes getan hat, Seele vergiss es nicht. Amen.“ Dieser Kehrvers war Vergewisserung und Zuspruch. Und es klang gut, wie 80 Synodale zum Gotteslob anstimmten.

Kirche ist im Wandel, aber sie lebt von den Menschen, die sich einbringen. Dekanin Steinebrunner ist davon überzeugt: „Wir haben frohe Botschaft weiterzugeben von Liebe und Hoffnung, Gerechtigkeit und Frieden, Vergebung und Versöhnung, Begleitung und Trost unter dem Segen Gottes.“ Im Synodengottesdienst wurden drei Mitarbeitende im Bezirk für ihren Dienst gesegnet: Matthias Schipke (Altenseelsorge), Sibylle Holzwarth-Weiß (Klinikseelsorge Schwetzingen) und Dekanatssekretärin Stefanie Krach.

„Masterplan Liegenschaften“

Die letzte Synode hatte nur einen Tagesordnungspunkt. Den „Masterplan des Projektes Liegenschaften.“ Schon 2014 wurde von der Landessynode Baden im Zuge der Ressourcensteuerung das landeskirchliche Liegenschaftsprojekt beschlossen. Ziel des Projekts ist es, die finanzielle Belastung von Gemeinden durch zu hohe und teilweise veraltete Gebäudebestände zu reduzieren. Dafür sollen die 24 Kirchen- und Stadtbezirke in der Landeskirche bis 2020 einen Gebäudemasterplan erstellen. Neu ist bei diesem Projekt die Verlagerung von mehr Entscheidungsbefugnissen auf die mittlere Ebene, den Kirchenbezirk.

Der Bezirkskirchenrat entscheidet über den Masterplan. Er übernimmt damit mehr Verantwortung, hat aber auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten, wie der Kirchenbezirk aufgestellt sein soll.

Dem Bezirkskirchenrat war es von Anfang an wichtig, das Liegenschaftsprojekt im Kirchenbezirk transparent und im Austausch mit den Gemeinden anzugehen. Deshalb wurden nicht nur die vier regionalen Treffen veranstaltet, sondern es gab auch viele Gespräche und Beratungen in der Steuerungsgruppe und im Bezirkskirchenrat – meistens von außen begleitet durch den Organisationsberater Sebastian Carp.

Dekanin Steinebrunner erzählte vom Werdegang der auf den ersten Blick wohl unspektakulär erscheinenden Zahlen. Mit diesen Bewertungszahlen wird es in Zukunft möglich sein, die Finanzierungsanteile der Landeskirche nachhaltig zu sichern. Der Bezirkskirchenrat habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. „Was wir jetzt machen, hat mit verantwortlicher Leitung zu tun, auch wenn das sehr anstrengend ist und manche Einschnitte auch schmerzhaft sind.“

Dekanin Steinebrunner dankte dem Bezirkskirchenrat und allen Beteiligten für die Mitarbeit. Die Kirchengemeinden waren in diesen Prozess gut eingebunden und so hatten ihre Vertreter auch keine Einwände oder größere Fragen zum vorgestellten Masterplan, der am 1. Januar 2020 in Kraft tritt und für zehn Jahre gelten soll.

Synodenvorsitzender Detlev Schilling lud dann zum Buffet. Ihm war wichtig, dass in dieser Synode neben all der Arbeit der vergangenen Jahre auch das Feiern und Danksagen nicht zu kurz kommen. Er bedankte sich bei seinem Stellvertreter Walter Funk und anderen für die gute Zusammenarbeit in 14 Tagungen der vergangenen Jahre.

Manche seit über 30 Jahren tätig

Er ermutigte die Synodalen, sich wieder wählen zu lassen. Manche von ihnen sind bereits über 30 Jahre in dieser Synode tätig, wie sich bei einem Vorstellungsspiel herausstellte.

„Mr. Joy“ aus Schriesheim rundete den gelungen Synodenabend in der Johanneskirche ab. Seine Zaubertricks, eine gute Beleuchtung und das Mitnehmen des Publikums sorgten für zahlreiche Momente des Staunens. Gott traut euch etwas zu, was auf den ersten Blick als unmöglich erscheint. Das war eine gute Botschaft zum Abschluss einer Synodenlegislatur. ep/zg

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