Ketsch

Bridge-Club Spende von 600 Euro an die Nachbarschaftshilfe / 55 Mitarbeiter sind ehrenamtlich unterwegs

Das Kartenspiel ist nicht nur was für ältere Damen

Archivartikel

Ketsch.Sie sind erstklassige Bridge-Spieler und sie haben ein großes Herz für die Enderlegemeinde: die Mitglieder des Ketscher Bridge-Clubs, der nicht nur in Bridge-Kreisen einen ausgezeichneten Ruf genießt. Als größter Dorfclub Deutschlands ist er mit seinen rund 100 Mitgliedern sehr aktiv und erfolgreich.

„In Ketsch fühlen wir uns wohl, deshalb ist es uns wichtig, einen sozialen Beitrag für die Gemeinde und ihre Bürger zu leisten. Wir möchten, dass unsere Unterstützung hier vor Ort ankommt und weiterhilft“, betonte Vorsitzender Reinhard Max, der in Begleitung von Ellen Dorn ins Rathaus gekommen war. „Es ist jedes Jahr eine Freude für mich, dass Sie an uns denken“, sagte Bürgermeister Jürgen Kappenstein und nahm – gemeinsam mit Michaela Issler-Kremer, Leiterin des Seniorenbüros und der Nachbarschaftshilfe, den Spendenscheck in Höhe von 600 Euro entgegen.

Gutes Gedächtnis und Kreativität

Reinhard Max ließ es sich nicht nehmen, der Gemeinde seinen Dank für die gute Zusammenarbeit auszusprechen. Anschließend plauderte er vergnügt über das Kartenspiel Bridge. „Wir sind sehr bemüht, den Ruf zu ändern, dass dieses Spiel nur für ältere Damen interessant ist“, hob Reinhard Max hervor und fügte hinzu: „Diese Ansicht ist leider weit verbreitet.“ Auch er habe früher gedacht, dass Bridge nicht für ihn in Frage komme. Mittlerweile wisse er es besser und könne guten Gewissens sagen, dass Bridge für ihn das faszinierendste Kartenspiel überhaupt ist. „Man benötigt nämlich nicht nur ein gutes Gedächtnis, sondern auch viel Kreativität und Intuition, um im richtigen Moment das Richtige zu tun“, schwärmte der Vorsitzende. Jede Partie bringe ihre eigenen Herausforderungen mit sich.

Michaela Issler-Kremer, Leiterin des Seniorenbüros und der Nachbarschaftshilfe, berichtete, dass sich die Einrichtung in Ketsch sehr gut entwickelt habe. Was im Jahr 2007 mit etwa 1000 Arbeitsstunden der ehrenamtlichen Mitarbeiter begonnen hat, weise für 2018 zirka 6800 Arbeitsstunden auf, in denen die rund 55 Mitarbeiter der Nachbarschaftshilfe im Einsatz waren. „Wir sind stolz, dass wir in der Nachbarschaftshilfe so viele fleißige Mitarbeiter haben“, unterstrich Issler-Kremer und Bürgermeister Kappenstein versicherte, dass die Geldspende in guten Händen sei. sas

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