Ketsch

Hilfsbereitschaft Ilone Fischer-Volk nimmt mit Mund-Nase-Bedeckungen über 1000 Euro ein

Das Spendengeld geht an die Waldpiraten

Archivartikel

Ketsch.Als die Hobby-Näherin Ilona Fischer-Volk in diesem Frühjahr damit begann, zunächst für den Freundeskreis, dann später für weitere Interessierte Mund-Nase-Masken an der heimischen Nähmaschine zu fertigen, dachte wohl nicht jeder daran, wie lange und wie intensiv uns dieses Thema begleiten würde. Mittlerweile sind die Alltagsmasken tatsächlich alltäglich geworden und zur Vermeidung der Weiterverbreitung von Covid-19 eine – zumindest teilweise – geeignete Schutzmaßnahme.

Zum Nähen einer waschbaren Baumwollmaske benötigt Ilona Fischer-Volk rund 20 bis 30 Minuten, erklärte die Ketscherin im Gespräch mit unserer Zeitung im April. Schon damals stand für die engagierte ehemalige Narrhalla-Prinzessin fest: Der Erlös aus dem Verkauf der Masken wird gespendet.

Dank an viele Unterstützer

Für eine Maske legte sie einen Mindestspendenbetrag von 5 Euro fest, viele gaben jedoch gerne mehr. Nach Abzug der eigenen Kosten, für Materialien zum Beispiel, die sie zukaufen musste, wanderte jeder Cent in die Spendenkasse. Und am Ende kamen über 1000 Euro zusammen, wofür die fleißige Näherin sehr dankbar ist: „Ganz besonders möchte ich allen danken, die mir Stoffe und andere Materialien zur Verwertung gaben. Dies hat am Ende dazu geführt, dass ich das meiste Geld in der Spendenkasse lassen konnte“, freut sich Ilona Fischer-Volk.

Im Camp Kraft tanken

Vor Kurzem gab es dann im Waldpiraten-Camp der Deutschen Kinderkrebsstiftung Grund zur Freude, denn Ilona Fischer-Volk konnte diese stolze Summe dort an Julie Greiner, Mitarbeiterin des Waldpiraten-Camps, weitergeben. Das Waldpiraten-Camp ist eine Einrichtung der Kinderkrebsstiftung. Hier können betroffene Kinder und Jugendliche und deren Geschwister nach langen und kräftezehrenden Therapien auf einer großflächigen und idyllisch im Wald gelegenen Anlage wieder Kräfte tanken, ausspannen und Mut gewinnen.

Die erlebnispädagogische Einrichtung ist seit 2003 in Heidelberg und bietet unter anderem einen Hochseilgarten, Sportmöglichkeiten, ein echtes kleines Theater und viele, sehr liebevoll gestalteten Möglichkeiten, fernab von Klinikalltag mit Gleichaltrigen Spaß zu haben.

Das Geld, welches Ilona Fischer-Volk ganz fleißig „ernähte“, wird wiederum für den Erwerb von eigens designten Waldpiraten-Camp-Mund-Nase-Masken verwendet. Diese Alltagsmasken dürfen die Kinder und Jugendlichen, die das Camp besuchen, später dann auch mit nach Hause nehmen – und das kommt selbstredend ganz hervorragend an.

Aktuell muss das Campleben allerdings, wie so viele Einrichtungen, ruhen, doch sobald am Rande des Heidelberger Stadtwaldes wieder die „Waldpiraten“ das Gelände erobern, werden die Masken wieder weiter verteilt.

Auch die handarbeitsbegeisterte Ketscherin Ilona Fischer-Volk verbringt weiterhin einen Teil der Freizeit an der Nähmaschine, denn solange Mund-Nase-Masken benötigt werden, wird sie auch welche fertigen.

„Wenn dann wieder eine gute Summe Spendengeld zusammenkommt, gebe ich dies gerne nochmals an eine regionale Einrichtung weiter. Das liegt mir sehr am Herzen. Als ich mir bei den Waldpiraten ein Bild über die wertvolle Arbeit dort machen durfte, war mir wieder deutlich, wie wichtig es ist, seine eigenen Fähigkeiten zu nutzen, um anderen zu helfen“, ergänzt Ilona Fischer-Volk. csc

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional