Ketsch

Marathon-Team Vier Mitglieder beim Ultratrail am höchsten Berg Österreichs dabei / 50 Kilometer bei 2000 Höhenmetern

Dem Lockruf des Großglockners erlegen

Archivartikel

Ketsch.Nach monatelanger Vorbereitung war es soweit: Vier Mitglieder des Marathon-Teams machten sich auf nach Kaprun, um beim Großglockner Ultratrail teilzunehmen.

Christian Hildenbrand hatte sich für den 50 Kilometer langen Kalser Tauern Trail mit rund 2000 Höhenmetern vorbereitet. Mariann Ehrhardt, Gunter Wiedemann und Frank Carlin für den 75 Kilometer langen Großglockner Trail (GGT) mit etwa 4000 Höhenmetern.

Der Start für beide Distanzen war Kals im Gemeindegebiet Kalser Tal auf rund 1300 Metern Höhe, wohin die Teilnehmer mit dem Shuttlebus in den frühen Morgenstunden um 2.45 Uhr transferiert wurden.

Die Rennleitung verkündete für den GGT 75, dass aufgrund der sehr hohen Wahrscheinlichkeit eines schweren Gewitters mit Hagel die Distanz auf 50 Kilometer gekürzt werde. Auch die Läufer der KTT 50 waren davon betroffen – deren Start wurde um eine Stunde auf 6 Uhr vorgezogen. Die Strecke von Kals nach Kaprun führte durch die einzigartige Landschaft des Nationalparks Hohe Tauern. Es ging zweimal über die Alpen, vorbei an sechs Gletschern, umringt von 300 Gipfeln, die vereinzelt über mehr als 3000 Höhenmetern liegen, sowie sehr schwierigem und anspruchsvollem Gelände mit zum Teil geschlossenen Schneefeldern von über einem halben Kilometer Länge.

Ankunft nach über neun Stunden

Christian Hildenbrand bewältigte seinen Lauf nach 9 Stunden 15 Minuten und wurde auf Platz 32 seiner AK M50 gelistet. Mariann Ehrhardt und Gunter Wiedemann blieben die Strecke über zusammen und erreichten nach 11 Stunden und 44 Minuten das Ziel. Mariann erreichte Platz elf in ihrer AK W40 und Gunter finishte auf Platz 26 (AK M50).

Frank Carlin hatte ab Kilometer 14 Fersenprobleme, die ihn nach 30 Kilometern zur Aufgabe zwangen. Dennoch: Es blieb ein unvergessliches Erlebnis am höchsten Berg Österreichs. Und der eine oder andere wird 2020 wohl wieder dem Lockruf des Großglockners folgen. zg

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