Ketsch

Kolpingsfamilie Erntedankfeier im katholischen Pfarrheim

„Dem Rad in die Speichen packen“

Ketsch.Das „Radbild“ des Heiligen Bruder Niklaus von der Flüe nahm Helga Rey zur Grundlage der Andacht zum Erntedank mit der Kolpingsfamilie. Zunächst leer in der Mitte liegend, sollte es nach und nach gefüllt werden mit den Schätzen der Erde.

Allein das Rad spricht für viel Symbolik – die Narbe als Mitte, alles in Bewegung setzend, gleichsam wie Gott aus dem Glauben heraus das Leben wirksam bewegt. Die Speichen, die strahlenförmig nach außen und ebenso von außen nach innen den Halt des Eisenringes bewirken. Halt – in der Gemeinschaft gleichbedeutend mit Solidarität, Verantwortung und Respekt, den Menschen und der Schöpfung gegenüber.

Um das Lernen von den Elementen und Jahreszeiten zu symbolisieren und sich bewusst darauf einlassen, dass das Leben immer wieder von neuem beginnt, wurde bei der Andacht das Radbild mit den Gaben der Natur gefüllt: Unter anderem mit einen Wasserkrug, dem lebenswichtigen Rohstoff, meist gedankenlos im täglichen Verbrauch verschwendet. Sonnenblumen als Symbol für Energie, in regenerativer Erzeugung und bewusstem Verbrauch. Brot, Lebensmittel und Zeichen für Ernährung, gerechtere Verteilung und Chancengleichheit. Eine alte Waage materialisierte das Geben und Nehmen, Maiskolben ein alltägliches Bild der Region. Zum Abschluss kam die Kolpingkerze dazu: Sie steht für die Gemeinschaft, respektvollen Umgang, der immer wieder neuen Suche nach Gerechtigkeit und das Anerkennen der Gaben und Fähigkeiten jedes Einzelnen.

Musikalisch begleitete Annette Meixner am Keyboard die gefühlvolle Feier. Bei Zwiebel- und Apfelkuchen saß man mit neuem Wein noch gemütlich beisammen und sprach über die Symbole der Andacht. zg

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