Ketsch

Jugendhaus Postillion, Verwaltung und „The Cloud“ stellen kostenloses Wlan für Besucher zur Verfügung / Angebot war zwei Jahre in Planung

Der drahtlose Zugang zum Internet ist endlich frei

Ketsch/Region.Der gern bemühte Werbeslogan „ich bin drin“, wenn es um die Verbindung zum Internet geht, gilt jetzt auch für alle Jugendlichen, die in den Jugendzentren in Ketsch, Reilingen, Plankstadt, Eppelheim, Brühl und Eberbach Zeit verbringen und das Handy zücken – hier gibt es ab sofort freies Wlan.

„Die Jugendlichen haben das echt gefeiert“, sagt Maren Jungbluth, Leiterin der Postillion-Einrichtungen in Ketsch und Brühl. Im JUZ an der Rheinhalle wird am Aschermittwoch quasi „der Schalter“ offiziell umgelegt und das neue Angebot aktiviert. Dass sich hier Postillion-Geschäftsführer Stefan Lenz, Sandra Alber von der Ketscher Verwaltung, Christian Warias von „The Cloud Networks Germany“ und Maren Jungbluth treffen, hat seinen Grund: „Hier haben die Jugendlichen sich am intensivsten Wlan gewünscht, auch der Jugendbeirat hat sich bereits stark gemacht, dafür, dass an verschiedenen Stellen im Ort für einen freien Zugang gesorgt wird“, erläutert Lenz den Start für das Digitalisierungsprogramm im Bereich der mobilen Jugendarbeit.

Eifrig testen die Anwesenden den Einstieg in die digitale Welt gleich einmal live. Es klappt. Allerdings irritiert, dass man zwei Klicks braucht, um sich einzuwählen. Auch das hat seinen Hintergrund und wird direkt erklärt. „Wir überarbeiten unsere Homepage noch in diesem Jahr komplett“, schildert Lenz, dass geplant ist auf der Plattform dann Informationen zusätzlich anzubieten, denkbar sei etwa, den öffentlichen Personen-Nahverkehr zu zeigen, der in Echtzeit abgerufen werden kann; der direkte Aufruf der Postillion-Homepage gehört ebenfalls dazu.

Man möchte das Angebot als Service anbieten. Wer sich einloggt, bleibt für eine Stunde angemeldet, gespeichert wird lediglich die Mac-Adresse des Geräts, mit dem man sich Zugang verschafft. „Wir haben lange gesucht und überlegt, ob wir freies Wlan anbieten sollen“, skizziert Lenz den gut zwei Jahre dauernden Werdegang. Mit „The Cloud“ habe man einen Anbieter gefunden, der freies Wlan und zeitgleich eine rechtliche und inhaltliche Absicherung bietet, „gewisse Inhalte bleiben unzugänglich“, sagt Lenz. Maren Jungbluth ergänzt: „Die Jugendlichen sind happy, dass es funktioniert, wir haben bereits darüber gesprochen was geht und was verboten ist.“

Die gängigen Social Media wie Facebook, WhatsApp, Instagram oder die Möglichkeit Essen zu bestellen sind da problemfrei. Mit dem „Globalvertrag“ mit „The Cloud“ habe man einen zukunftsträchtigen Schritt getan, Informationen zu vermitteln und sei der Forderung der Jugendlichen nachgekommen, stellt Stefan Lenz fest.

Anonymität bleibt gewahrt

Wenn ich nach einer Stunde quasi geblockt werde, kann ich mich dann gleich wieder einwählen? Und wie ist das, wenn man von Juz-zu-Juz wechselt? Muss man sich da über all wieder neu einloggen? Gilt die Stunde allgemein für einen Tag, gleich an welchem Ort? Christian Warias beschreibt: „Neu einwählen muss und kann man sich nach einer Stunde wieder, wenn man nicht innerhalb von etwa 20 Minuten den Standort gewechselt hat, bleibt die Anmeldung bestehen; aber es gilt dann wieder eine Stunde Wlan-Nutzungszeit.“

Die Anonymität bliebe gewahrt, versichert er. Etwas überrascht von der digitalen Postillion-Offensive zeigte sich Sandra Alber als Vertreterin der Verwaltung: „Das kam jetzt sehr schnell“, sagt sie vor dem Hintergrund, dass derzeit seitens der Verwaltung Anbieter für freies Wlan an unterschiedlichsten Positionen im Ort geprüft werden. In der Bauausschusssitzung im März wird den Gemeindevertretern darüber berichtet, im April dem Jugendbeirat, der die Aktion initiiert hatte.

Es habe sich dann ganz schnell entwickelt, erläuterte Stefan Lenz, dass nach der langen Vorbereitung dann innerhalb von vier Wochen alles startklar gewesen ist. Die Kids und Jugendlichen freut es jedenfalls, berichtet Maren Jungbluth.

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