Ketsch

Entsorgung Leserin berichtet von Schwierigkeiten mit ihrem Zwei-Meter-Weihnachtsbaum

Dreitägige Baum-Odyssee

Archivartikel

Ketsch.Er war jetzt wirklich lange genug wunderschön, der Weihnachtsbaum – nur, wohin soll er nun entsorgt werden? Eine dreitägige Odyssee rund um diese Frage hat eine Leserin hinter sich und schilderte im Gespräch mit unserer Zeitung die eine oder andere Besonderheit, die es in diesem Jahr zu beachten gilt.

Normalerweise hat die Ketscherin ihren Baum gegen eine Spende vom DRK-Ortsverein abholen lassen. Die Aktion des Roten Kreuzes musste dieses Mal wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden (wir berichteten). „Zunächst habe ich mich bei der Gemeindeverwaltung erkundigt. Diese verwies mich an die AVR. Dort habe ich drei Tage lang immer wieder angerufen, bis ich durchkam, um dann einen Termin zu bekommen“, berichtet die Rentnerin. Klar, der Häckselplatz in Ketsch bleibt bis auf Weiteres geschlossen (wir berichteten). In Brühl oder Mannheim sei die Baumentsorgung komfortabler, weiß sie.

Derweil sei sie wahrlich nicht die einzige, die ihren Baum als Grünschnitt von der AVR Kommunal abgeholt haben möchte. 15 bis 30 Minuten habe sie in der telefonischen Warteschlange verbracht. Mittlerweile steht fest, dass ihr Baum am 23. Januar abgeholt wird.

Nicht über 1,50 Meter

Dabei gilt es zu beachten, welche Ausmaße der Baum hat. Damit die AVR Grünschnitt abholt, darf dieser 1,50 Meter nicht überschreiten – so informierte sich die Rentnerin. Ihren rund zwei Meter großen Baum teile sie nun so, dass der obere Rest klein geschnitten in der Biotonne landen könne. Die Gebühr von der AVR für die Abholung sei nicht das Problem, sagt die Rentnerin. Bis zu einem Kubikmeter fallen 9 Euro an, zwei Kubikmeter kosten 16 Euro, teilt die AVR auf Nachfrage mit. Problematischer findet unsere Leserin, dass nicht jeder das nötige Werkzeug zur Verkleinerung des Baumes habe, auch eine Terrasse oder ein Balkon zur Zwischenlagerung sei nicht jedem vergönnt. Ebenso sei ein Transport mit dem Auto nicht allen möglich. Wer eines habe, bekomme einen großen Baum, nachdem er sich ohne Netz entfaltet habe, sowieso schwieriger bis gar nicht unter.

Wem es möglich ist, den Christbaum zu transportieren, kann diesen kostenfrei auf der AVR-Anlage Ketsch abliefern. Termine für eine Abholung können telefonisch unter 07261/93 13 10, per E-Mail an auftragsannahme@avr-kommunal.de oder online unter www.avr-kommunal.de/online-service/abholung-auf-abruf vereinbart werden. Derweil wird die AVR einen neuen Wertstoffhof in Ketsch an der L 599 am Montag, 11. Januar, eröffnen (siehe Seite 22, weiterer Bericht folgt).

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