Ketsch

Evangelische Kirchengemeinde In der Johanneskirche feiern die Gläubigen am Ostersonntag einen fröhlichen und schwungvollen Familiengottesdienst

Ei steht für Auferstehung – und für Spaß am Suchen

Archivartikel

Ketsch.„Es ist Ostern. Wir erinnern und freuen uns: Jesus ist auferstanden. Der Tod ist besiegt. Jesus ist wahrhaftig auferstanden.“ Mit diesen Worten begrüßte Gemeindediakonin Carmen Eva Foos die zahlreichen Besucher des Familiengottesdiensts am Ostersonntag.

Sogleich wurde es lebhaft: Mit einem bewegungsreichen Begrüßungslied stimmten sich die Gläubigen auf den fröhlichen Gottesdienst ein. Beim anschließenden Votum wurde deutlich, dass es ein Gottesdienst für Groß und Klein war: Drei Kinder trugen Bibel, Kreuz und Kerze zum Altar. Der Gottesdienst konnte beginnen.

Bei einem kleinen Theaterstück wurde der Blick nicht nur auf die Auferstehung Jesu gelenkt, sondern auch auf die dunklen und traurigen Tage zuvor: Drei Jünger Jesu (gespielt von der Konfirmandin Sina Liegat, Stefanie Melle und von Pfarrer Christian Noeske) erinnerten sich daran, wie sie mit Jesus in Jerusalem eingezogen waren und mit Palmwedeln und Hosianna-Rufen begrüßt wurden. Sie erinnerten sich an das letzte Abendmahl, an die Verhaftung Jesu im Garten Gethsemane, an die Kreuzigung und an das leere Grab am Ostermorgen. Schließlich stiegen die drei Jünger in ein Fischerboot, um zu fischen und ihren Hunger zu stillen. Trotz mehrerer Versuche blieb das Fischernetz leer.

Das Netz war voller Fische

Da ermunterte sie plötzlich ein Fremder, es doch noch einmal zu probieren. Obwohl sie den Fremden nicht erkannten, taten sie, wie er ihnen gesagt hatte – und es lohnte sich: Das Netz war voller Fische. Da erkannten die Jünger, dass der Fremde Jesus (gespielt von Carolin Melle) war. Fröhlich gingen sie zu ihm, aßen Fisch und brachen das Brot mit ihm – ganz so wie damals, als Jesus noch gelebt hatte.

„Jesus’ Leben hat nicht am Kreuz geendet. Jesus wirkt weiter – zur Zeit der Jünger bis in unsere Zeit“, führte Gemeindediakonin Foos anschließend aus. „Manchmal geht es uns da aber wie den drei Jüngern und wir erkennen es nicht sofort. Da braucht es manchmal ein Zeichen.“ Ein solches Zeichen ist das Brotbrechen und -teilen beim Abendmahl. In Anlehnung daran wurden Körbe mit frischem Brot durch die Reihen gegeben. In Erinnerung an den auferstandenen Christus wurde das Brot mit dem christlichen Ostergruß „Jesus ist auferstanden!“ weitergegeben und mit „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ empfangen und gegessen.

Musikalisch begleitet wurde das Teilen und Essen des Osterbrots durch den Posaunenchor unter der Leitung von Carsten Röderer. Beim Fürbittgebet bat neben den Erwachsenen auch Caro (10. Klasse) für Kinder in Notlagen und Hannah (3. Klasse) für gutes familiäres Zusammenleben. So bewegungsreich wie der Gottesdienst begonnen hatte, so bewegungsreich ging er auch zu Ende: Zum Segenslied standen alle auf und sangen, unterstrichen durch Bewegungen, „Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände“.

Gemeindediakonin Foos lud die jungen Besucher ein, mit der großen Ostereiersuche im Kirchhof zu starten. „Denn“, so erklärte Foos lachend, „das Ei ist zwar ein Symbol für Auferstehung und neues Leben. Für euch Kinder wohl aber eher ein Symbol des Spaßes am Suchen.“ Es gab 60 bunte Papiereier im Hof zu finden und anschließend gegen echte Ostereier einzutauschen. cf/zg

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