Ketsch

Feuerwehr Einsatzkräfte sind in den vergangenen Tagen besonders gefordert / Mehrere Brände und eine Reanimation

Ein Alarm nach dem anderen ruft die Helfer zum Dienst

Ketsch.Nach dem verheerenden Wohnhausbrand am Freitag in der Hebelstraße (wir berichteten), kommen die Floriansjünger nicht zur Ruhe, fasst Kommandant Thomas Maier zusammen. Kaum mit den Reinigungsarbeiten nach dem Wohnhausbrand in der Feuerwache fertig, folgten weitere Einsätze, die die Feuerwehr forderten.

Am Dienstag, 9. Juli, musste die Feuerwehr den Rettungsdienst beim Transport eines Notfallpatienten unterstützen. Eine Person wurde während laufender Reanimationsmaßnahmen mit einem Rettungshilfsmittel über einen Balkon im Erdgeschoss gerettet und an den Rettungsdienst übergeben.

Einen Tag später mussten insgesamt drei Einsätze bewältigt werden. Am Morgen wurde die Feuerwehr nach Brühl zur Hilfe bei einem Zimmerbrand alarmiert. Am frühen Nachmittag löste eine automatische Brandmeldeanlage wegen eines technischen Defekts aus und führte somit zur zweiten Alarmierung des Tages. Da dabei relativ schnell Klarheit über die Ursache bestand, waren keine weiteren Maßnahmen durch die Feuerwehr erforderlich.

Gärten stehen in Flammen

Am Abend schloss sich dann Einsatz Nummer drei des Tages an. Die Wehrleute befanden sich zu einem Ausbildungsabend im Gerätehaus, als die Ausbildungseinheit durch einen Alarm ein schnelles Ende fand. Ein großer Flächenbrand auf einer Feldflur hinter dem Gewerbegebiet der Gemeinde, sollte die Feuerwehr mehrere Stunden beschäftigen. Auslöser war ein 67-Jähriger, der Heu und Stroh in insgesamt vier Metallfässern eigentlich kontrolliert abbrennen wollte. Durch den Funkenflug entzündet sich jedoch schnell eine große Fläche seines 4000 Quadratmeter großen Grundstücks, sowie des Nachbarn. Der Mann schritt schnell ein und versuchte noch, das Feuer selbst zu löschen, was ihm allerdings nicht gelang.

Der Brand breitete sich, angefacht vom Wind, auf die umgebende Vegetation und mehrere Holzstapel aus. Die Feuerwehr musste wegen der Trockenheit, große Mengen Löschwasser aus mehreren Strahlrohren aufbringen, um des Brandes Herr zu werden. Dazu musste das Löschwasser über weite Strecken in Schlauchleitungen herbeigeführt werden. Dieser schweißtreibende Einsatz konnte erst in den späten Abendstunden abgeschlossen werden.

Angesichts dieses Einsatzes appelliert Maier an die Einwohner, beim Feuer sorgsam zu sein, denn „ein sorgloser Umgang mit Flammen kann bei den aktuellen sommerlichen Temperaturen zu Gefährdungen für Leben und Gesundheit von Menschen und Tieren, zu Schäden an der Natur und an Eigentum führen“. zg/ras

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