Ketsch

Ein bisschen „Muppet Show“

Archivartikel

Es habe etwas von der „Muppet Show“, meinte ein Besucher nach der Gemeinderatssitzung. In der Tat scheint es manchmal, als hätten Bürgermeister Jürgen Kappenstein und Gemeinderat Günther Martin (Grüne) Anleihen bei Statler und Waldorf gemacht.

So auch dieses Mal, als Martin fragte, ob sich die Pro-Kopf-Verschuldung eines Ketschers mit der Aufnahme eines Darlehens für den Eigenbetrieb Wasserversorgung erhöht habe. Nein, habe sie nicht, sagte Kappenstein. „Ich habe es Ihnen schon einmal erklärt“, betonte der Bürgermeister. Martin schaute auf sein Tablet, wo noch viele Anfragen warteten, und mimte den Brummler der Marke „Eigenbetrieb hin, Wasserversorgung her – am Schluss zahlt doch der Ketscher“.

Die Rollen Statler und Waldorf gingen an Dieter Mummert (Freie Wähler) und Thomas Franz (CDU) über, der die Hände über dem Kopf zusammenschlug, weil Mummert nach dem rosaroten Fahrrad, das „beim Jörger“ seit geraumer Zeit angekettet sei, fragte. Er solle die Verwaltung verständigen, die es entfernt, und bitte den Rat mit rosa Fahrrädern in Ruhe lassen, sagte Franz.

Und als Sitzungs(dauer)gast Herbert Hüpsel bei der Diskussion um die Wiederbelebung der Kneipe „Tenne“ in der Schwetzinger Straße auch noch einen Puff ins Spiel brachte, war die Pointe perfekt. Jedenfalls positiv: Im Rat darf gelacht werden.

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