Ketsch

Reisebildervortrag Ulrich Leist entführt in „Englands Süden“ / Der Heidelberger präsentiert großartige Natur und mondäne Seebäder

Ein Faible fürs mystische Stonehenge

Ketsch.Der Duft von würziger Suppe und schwarzem Tee zieht sich durchs Ferdinand-Schmid-Haus, das zeigt an, wohin die Bilder- und Erzählungsreise des Abends geht: nach Groß-Britannien. In den Süden des Landes, auf eine Tour von Kent nach Devon und von Cornwall bis Dover nimmt Ulrich Leist seine Zuhörer mit.

In der Pause zwischen dem ersten Vortragsteil, der sich der Südküste widmet, bevor Teil zwei entlang einer Route über Land führen sollte, servieren Mitarbeiter der Gemeindebücherei die britischen Leckereien: Tee, Stiltonsuppe und süße Shortbread-Fingers.

Leist ist pensionierter Lehrer, „mein Traumberuf“, sagt er, doch schon vor fast 40 Jahren entdeckte er zudem seine Leidenschaft, in Vorträgen von seinen Reisen zu berichten. Die führten den Heidelberger unter anderem in viele nordische Länder und eben nach England, dessen Süden mit „großartiger Natur, mit Gebäuden, kleinen Ortschaften, Städten, Herrensitzen und mondänen Seebädern“, schildert er.

Ein Faible hat er auch für die mystischen Orte wie etwa Stonehenge, denen er einen kleinen Abschnit, musikalisch untermalt, am Ende seines Vortrags widmet. Ganz oft zeigt er die alten Eisenbahnen, die an den besuchten Orten noch in Aktion sind. Mit seiner Frau Margrit Hoeck, die viele Fotos beisteuert, ist Leist unterwegs. „Wer gerne wandert kann den Wanderweg ,Copastle Path’ stückweise erlaufen, der sich um ganz Groß-Britannien zieht“, erklärt er und zeigt ihn auf einer Karte.

Ist Leist unterwegs, orientiert er sich an drei oder vier größeren Kartenabschnitten des Areals, das er mit seiner Frau in Angriff nimmt: „Alles Sehenswerte ist darauf verzeichnet.“ Rund 50 Zuhörer sind dabei, als die ersten Bilder der legendären Kreidefelsen bei Dover, wo die Fähre ankommt, auf der großen Leinwand erscheinen. In flottem Wechsel sind wunderbare Naturaufnahmen von jenen verwunschener Burgen unterbrochen, zeigt Leist Kirchen von innen und außen und weist auf schöne Flecken hin. Mitnehmen sollte man auf einer Tour in Englands Süden auf jeden Fall Battle bei Hastings, den Ort der berühmten Schlacht von 1066. „Ein Kultort“, so Leist, der die Eroberung an dieser Stelle durch William the Conquerer erzählt, der schließlich König wurde.

Lebendige, künstlerische Stadt

Brighton ist eines der empfehlenswerten Ziele, beschreibt Leist die lebendige, künstlerische Stadt in Wort und farbenfrohen Bildern. Taufbecken aus normannischer Zeit zeigt Leist in Detailaufnahmen, die in Reliefs figürliche Abbildungen zeigen, die den Berufen der damaligen Zeit gelten. Bodiam Castle in East Sussex ist sehr gut erhalten, dank des National Trust, der sich um die Erhaltung kümmert: „Das ist auch der Grund, weshalb man überall Eintritt zahlen muss, manchmal ordentlich“, sieht Leist das aber als gerechtfertigt für das, was man als Tourist geboten bekommt. Viele Höhepunkte, die eine Reise in den Süden Groß-Britanniens beinhalten können, werden von Leist beschrieben, in der Pause sind das Grundlagen für viele Gespräche.

Nach dem kulinarischen Genuss, der den Abend zum ganzheitlich britischen macht, geht es über Land mit Bildern und Geschichten zu malerischen Orten und romantischen Fotos der Schmalspurbahnen weiter.

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